TK: Gesundheitspolitische Themen sind oftmals nicht im Fokus des Wahlkampfes. Warum engagieren Sie sich persönlich im Bereich Gesundheitspolitik?

Birgit Stöver: Zum einen bin ich gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion und verantworte somit die inhaltliche Linie der Gesundheitspolitik der CDU in Hamburg. 

Zum anderen habe ich eine enge berufliche Verbindung zur Gesundheitswirtschaft. Als staatlich ausgebildete Lebensmittelchemikerin habe ich 20 Jahre lang in der analytischen Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung eines pharmazeutischen Feststoffbetriebes u.a. als Laborleiterin gewirkt. 

Brigit Stöver

Birgit Stöver ist seit 2008 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Birgit Stöver ist seit 2008 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Ihre Themen sind unter anderem Schulbildung, Gesundheit sowie Umwelt und Energie.

TK: Welche gesundheitspolitischen Schwerpunkte möchte die CDU in der nächsten Legislaturperiode setzen?

Stöver: Zur Sicherung der Lebensqualität aller Hamburgerinnen und Hamburger gehört eine sichere, innovative und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Ein gesundes Leben für Alle, lautet die zentrale Losung unserer Gesundheitspolitik. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir in der kommenden Wahlperiode

  • mit staatlichen Krankenhausinvestitionen Innovation und Wirtschaftlichkeit auf hohem Niveau fördern und Qualitätssicherung vorantreiben.
  • die Anstrengungen, um ausreichend Krankenhaus- und Pflegepersonal zu gewinnen, deutlich verstärken.
  • die Gesundheitswirtschaft mit ihren rd. 180.000 Beschäftigten in ihrer Rolle als Beschäftigungsmotor, Innovationstreiber und Standortfaktor gezielt unterstützen:
  • Dazu werden wir die Gesundheitswirtschaft eng einbinden in die Digitalisierungsstrategie, die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft verbessern, mit einer stärkeren  Kooperation mit Schleswig-Holstein den Gesundheitswirtschafts-Cluster ausbauen, die Neuansiedlung von Unternehmen der Gesundheitswirtschaft fördern, dem absehbaren Fachkräftebedarf durch gezielte Ausbildungs- und Anwerbestrategien begegnen und die internationalen Potentiale der Hamburger Gesundheitswirtschaft stärken.
  • eine flächendeckende medizinische Versorgung im ambulanten Bereich, auch und gerade in strukturschwachen Gebieten Hamburgs, fördern.
  • uns für die Stärkung von Prävention und Sozialmedizin einsetzen, damit Ursachen der Entstehung von Krankheiten rechtzeitig erkannt und in der Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche vermieden werden.
  • die Therapieplätze für Kinder und Jugendliche in Kliniken zur Behandlung von psychischen Erkrankungen erhöhen.

Die weiteren Interviews zur Bürgerschaftswahl 2020: