TK: Wie haben Sie persönlich und auch politisch die Corona-Situation empfunden? Welche Lehren/Konsequenzen müssen für die Zukunft gezogen werden?

Dr. Georg Kippels: Politisch war die Corona-Pandemie eine Herausforderung auf verschiedenen Ebenen. Höchstes Ziel für mich als Gesundheitspolitiker war es, das Leben und die Gesundheit der Menschen zu schützen. Das Ringen um den bestmöglichen Umgang mit der Krise dabei, ob bei der Frage um Kontaktbeschränkungen, der Beschaffung von Schutzausrüstung, dem Impfen - jede Entscheidung musste abgewogen werden und immer wieder angepasst werden, unterlag sie doch fortwährend neuen Erkenntnissen. 
Persönlich ist für mich die Corona Zeit geprägt von der Sorge um die mir lieben Menschen. Besonders hart war dabei für mich auch das Wegbrechen des persönlichen Kontaktes mit Freunden und Bekannten - der gemeinsame Austausch, das gemeinsame Essen, das Lachen in großer Runde.
Lehren für die Zukunft müssen zum einen ein besser strukturierter europäischer/deutscher Reaktionsmechanismus auf Gesundheitskrisen sein und zum anderen die Lehre, dass Gesundheit konsequent auch international gedacht werden muss. 

Dr. Georg Kippels

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Bundestagsabgeordneter der CDU, Mitglied im Gesundheitsausschuss

TK: Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist mit Corona beschleunigt unterwegs. Was sind die großen Digitalen Herausforderungen für die zukünftige Gesundheitspolitik?

Kippels: Daten sind das digitale Kapital. Die richtige und gewinnbringende Nutzung von Daten in der Forschung sind ein zentraler Baustein für die bestmögliche Versorgung in der Zukunft. Die wichtige Abwägung mit dem Datenschutz muss hier mit Maß und praktischem Verstand erfolgen. Europa und ein gemeinsamer Gesundheitsdatenraum bietet hier enormes Potential, gerade auch für das Thema seltene Erkrankungen.

TK: Im September treten Sie wieder bei der Wahl an. Was möchten Sie in den nächsten vier Jahren gesundheitspolitisch ändern?

Antwort von Dr. Georg Kippels

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