Mit über 100 Entscheidungsträgern aus Versorgung, Wissenschaft und Politik diskutierten wir skalierbare Lösungsansätze für die regionale Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern.

Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung ist das Thema schlechthin in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern. Für Manon Austenat-Wied Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, wurde auf der Jahrestagung deutlich, dass Krankenkassen, Versorger und IT-Unternehmen gleichermaßen die Versorgungsbedürfnisse der Versicherten bedienen möchten. Mit Blick auf das Fernbehandlungsverbot in M-V skizziert Austenat-Wied: "Wir haben uns im Rahmen unseres Innovationsfondsprojekts TeleDermatologie bewusst für Telekonsile entschieden. Damit können die Dermatologen die Anfragen zeitlich asynchron beantworten. Gleichzeitig möchten wir unseren Kunden zukünftig Videosprechstunden ermöglichen." Dank unserer telemedizinischen Versorgungsangebote werden lange Anfahrtswege und Wartezeiten vermieden. 

Minister fordert sektorenübergreifende Versorgungskonzepte

Die Versorgungsherausforderungen der Zukunft können nur gelöst werden, wenn alle Akteure der Versorgung zusammenarbeiten. Dabei werden sektorenübergreifende Lösungen, bei denen im Bedarfsfall stationäre Einrichtungen auch ambulante Leistungen erbringen, eine zentrale Rolle einnehmen. Minister Glawe forderte in seinem fachlichen Impuls, dass erfolgreich abgeschlossene sektorenübergreifende Versorgungsmodelle schneller in die Regelversorgung überführt werden müssen. Gleichzeitig betonte der Minister die zentrale Rolle der in M-V ausgebildeten Fachkräfte. Nur mit qualifiziertem Personal kann die bestmögliche Versorgung weiterhin gelingen.  

"Wer entscheidet, was Patienten wollen?"

Im Rahmen der offenen Diskussionsrunde rückte die zentrale Fragestellung des Abends in den Fokus. Initiiert durch Minister Glawes Eingangsstatement, griffen zahlreiche Gäste zum Mikrofron.  Einen spannenden Auftakt lieferte Dr. Peter Zeggel mit einem flammenden Statement für die Videosprechstunde: "Ich möchte Sie bitten dieses Fernbehandlungsverbot aufzuheben. Wir sind das letzte Bundesland was sich nicht entschieden hat neben Brandenburg, die es aktiv abgelehnt haben." Online-Videosprechstunden werden die herkömmliche Sprechstunde ergänzen. Denn wie fasste es Prof. Altiner zusammen: "Das Wichtigste in einer Sprechstunde ist nicht, wo sie stattfindet, sondern die Qualität." In diesem Sinne fordern wir die Aufhebung des Fernbehandlungsverbots in Mecklenburg-Vorpommern!

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Prof. Altiner, Studiendekan der Universitätsmedizin Rostock 

Wissen wir schon längst, was Patienten wollen?

Mit Wirtschaftsinformatiker Prof. Wißotzki meldete sich ein ausgewiesener Digitalisierungsexperte zu Wort. Er formulierte die Leitfrage des Abends um: "Was wollen die Patienten?" Die gegenwärtig dominanten Forderungen nach digitalen (Versorgungs-)Angeboten, einer flächendeckenden und hochwertigen medizinischen Versorgung, sowie schnell erreichbaren Ärzten, sind für ihn mittels eines digital transformierten Gesundheitswesens am leichtesten erfüllbar.