Mainz, 18. Juli 2019. Statement von Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz zur aktuellen Diskussion über die Kliniklandschaft.

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"Aktuell kommt eine Bertelsmann-Studie zu dem Schluss, dass jedes zweite Krankenhaus geschlossen werden könnte. Auch die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina hat vor drei Jahren schon mal versucht, dänische Klinikstrukturen auf Deutschland zu übertragen. Demnach käme man mit 330 "Superkliniken" hierzulande aus.
Diese Schlagzeilen haben meines Erachtens zwar ein populistisches Aroma und klingen recht radikal, aber Strukturveränderungen in der Kliniklandschaft sind sicherlich nötig. Die Zusammenlegung von Standorten, der Abbau von Parallelstrukturen sowie die bedarfsorientierte Umwandlung von Kliniken oder Teilen von akutstationären Versorgungseinrichtungen sind Maßnahmen, die überfällig sind.

Natürlich müssen die Grund- und Notfallversorgung in der Fläche in zumutbaren Distanzen erhalten bleiben. Zwecks Sicherstellung dieser Strukturen werden künftig auch Zuschläge an die betreffenden Häuser bezahlt. 
Aber grundsätzlich gilt "Qualität und Patientensicherheit vor Wohnortnähe". Bei einem komplexen, planbaren Eingriff ist es sinnvoll zu prüfen, wo dieser Eingriff besonders häufig und routiniert durchgeführt wird.

Die TK Rheinland-Pfalz begrüßt die Konzentration von stationären Leistungen. Nur auf diese Weise werden auch Mindestmengen bei Operationen verbindlich erreicht, was zur Qualitätssicherung dringend angezeigt ist."