Stuttgart, 5. Mai 2021. Die Techniker Krankenkasse (TK) begrüßt die Ankündigung von Grünen und CDU im Koalitionsvertrag, Baden-Württemberg zum Vorreiter der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu machen. "Nachdem andere Bundesländer in den vergangenen Jahren stark aufgeholt haben, bietet sich der neuen Landesregierung nun die Chance, digitale Avantgarde bei Medizin und Pflege zu bleiben", sagte Markus Koffner, Leiter regionales Vertragswesen der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg.

Überwindung der Sektorengrenzen

Weitere im Koalitionsvertrag genannte Maßnahmen wie die Stärkung des Sozialministeriums als Folge der Corona-Pandemie, die Überwindung der Sektorengrenzen zwischen ambulant und stationär, die digitale Weiterentwicklung der Krankenhausplanung oder der Ausbau der telemedizinischen Betreuung von Menschen in Pflegeheimen durch Ärztinnen und Ärzte sind aus Sicht der TK wichtige Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen.

Zukunft der Krankenhäuser

Die klare Zusage im Koalitionsvertrag, die bundesweiten Förderprogramme Krankenhauszukunftsfonds und Krankenhausstrukturfonds durch das Land finanziell zu unterstützen, wertet die TK-Landesvertretung als klares Signal dafür, die notwendigen Maßnahmen im Gesundheitswesen nicht an fehlenden finanziellen Mitteln scheitern zu lassen." Allein für die Digitalisierung der Kliniken in Baden-Württemberg stehen damit rund 500 Millionen Euro zur Verfügung", so Koffner.   

Digitalisierung - Regelversorgung ergänzen

"Wichtig ist nun, bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens die Modellphase hinter sich zu lassen und in die Regelversorgung zu kommen", betonte Koffner. Der Anschluss aller Akteure des Gesundheitswesens im Südwesten an die Telematikinfrastruktur (TI) sei in Kombination mit der konsequenten Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) dafür zwingend notwendig.