Stuttgart, 29. September 2020. Bei der Frage, ob es gelingt, Medizinstudierende nachhaltig für den Landarztberuf zu motivieren, werden Quotenregelungen nach Einschätzung der Landesvertretung Baden-Württemberg der Techniker Krankenkasse (TK) keine entscheidende Rolle spielen. "Um die jungen Ärztinnen und Ärzte dauerhaft für eine Niederlassung als Vertragsarzt zu gewinnen, müssen die Arbeitsbedingungen so attraktiv wie möglich gestaltet werden", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg. Dies habe die am vergangenen Donnerstag zu Ende gegangene TK-DocTour 2020 mit rund 20 Medizinstudierenden aus ganz Deutschland klar gezeigt. 

Digitale Vernetzung notwendig

Eine zentrale gesundheitspolitische Aufgabe sieht die TK in der digitalen Vernetzung der Landärztinnen und Landärzte mit anderen niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern im Rahmen eines telemedizinischen Versorgungsnetzes. "Der schnelle Austausch mit Spezialisten in Kliniken bietet Landärzten die Chance, eine Schlüsselrolle im Gesundheitswesen auf kontinuierlich hohem fachlichen Niveau ausüben zu können", so Vogt. Zudem werde dadurch eine gute medizinische Versorgung auch in ländlichen Regionen garantiert.