Schwerin, 28. August 2019. Im Jahr 2018 sind die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK) für ihre Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern um mehr als sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt hat die Kasse für die medizinische Versorgung ihrer Versicherten in M-V rund 509 Millionen Euro aufgewendet. Rechnerisch erhielt jeder TK-Versicherte im Nordosten medizinische Leistungen in Höhe von 2.723,56 Euro.

Medizinische Versorgung braucht Innovationen

Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, betrachtet insbesondere den Anstieg im Kliniksektor kritisch: "Wir benötigen effiziente und zukunftsfeste Strukturen in der stationären und ambulanten Versorgung. Die Menschen in unserem Bundesland verlassen sich auf eine qualitativ hochwertige und umfassende medizinische Versorgung. Leistungen an Standorten vorzuhalten, welche Qualitätsstandards nicht einhalten, ist im Sinne der Versicherten nicht wünschenswert." Digitale Versorgungsmöglichkeiten, Abbau von Parallelstrukturen, sinnvolle Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie eine Neuausrichtung der Notfallversorgung stellen für TK-Landeschefin Austenat-Wied wichtige Innovationsfelder dar. "Ein weiter so wird unsere Versorgungsherausforderungen nicht lösen. Nicht nur der Einsatz finanzieller Mittel z. B. aus dem Krankenhausstrukturfonds, sondern auch die Neuorganisation von Arbeitsstrukturen muss in unsere Versorgungsplanung miteinbezogen werden", so Austenat-Wied.

Die Ausgaben in Mecklenburg-Vorpommern im Detail

Der größte Ausgabenblock je Hauptleistungsbereich entfiel mit Ausgaben in Höhe von 146,6 Millionen Euro auf den Krankenhausbereich. Im Jahr 2018 wendete die TK in Mecklenburg-Vorpommern außerdem für Ärzte und Zahnärzte 106,3 bzw. 39,2 Millionen Euro auf. Die Arzneimittelausgaben beliefen sich auf 95,6 Millionen Euro. Die restlichen Leistungsausgaben sind mit 117,8 Millionen zu benennen.