Kiel, 7. August 2019. 2018 sind die Leistungsausgaben der Techniker Krankenkasse (TK) für ihre über 485.000 Versicherten in Schleswig-Holstein um mehr als fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt hat die Kasse für die medizinische Versorgung ihrer Versicherten rund 1,24 Milliarden Euro aufgewendet. Rechnerisch erhielt jeder TK-Versicherte im Norden medizinische Leistungen in Höhe von 2.620 Euro. 

Größter Posten sind mit über 373 Millionen Euro wie in den Vorjahren die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen. An zweiter Stelle stehen die Kosten für ambulante ärztliche Leistungen mit fast 264 Millionen Euro, gefolgt von Arzneimittel-Ausgaben mit 222 Millionen Euro. Für zahnmedizinische Behandlungen gab die Kasse im vergangenen Jahr 103 Millionen Euro aus. Im Vergleich zum Jahr 2017 gibt es in allen Bereichen einen deutlichen Anstieg - besonders in der klinischen Versorgung. Hier sind es fast fünf Prozent mehr. 

Umfassende medizinische Versorgung

Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein, sieht insbesondere den Anstieg im Kliniksektor kritisch: "Wir müssen eine offene Debatte darüber führen, wie wir effiziente und zukunftsfeste Strukturen in der stationären Versorgung schaffen können. Denn auch dort, wo es weder aus Kosten- noch aus Qualitätsgründen heraus Sinn macht eine Klink vorzuhalten, müssen wir für die Menschen im Land eine gute und umfassende medizinische Versorgung organisieren." Digitale Vernetzung, Abbau von Parallelstrukturen, sinnvolle Arbeitsteilung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie eine Neuausrichtung der Notfallversorgung stellen für den TK-Landeschef zukunftsfeste Investitionsfelder dar. "Ein weiter so darf es nicht geben. Über den Krankenhausstrukturfonds stehen insgesamt 136 Millionen Euro bereit, um die Weichen für die Krankenhausversorgung im Land auf Zukunft zu stellen", so Schmidt-Bodenstein.

Hinweis an die Redaktion

Der vollständige Geschäftsbericht der TK ist online abrufbar unter www.tk.de/geschaeftsbericht.