Hamburg steckt mitten im Wahlkampf für die Bürgerschaftswahl 2020 , und die Akteure im Gesundheitswesen erholen sich noch von den vielen Gesetzen der vergangenen Monate auf Bundesebene. Trotzdem rückt die TK-Landesvertretung Hamburg auf ihrem Neujahrsempfang ein einzelnes Thema in den Fokus der Diskussion: die Digitalisierung in der Pflege. 

Für Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, werden die Digitalisierung und die Pflege die beiden zentralen Themen für das Jahr 2020 sein. Dies machte sie in ihrer Begrüßung der rund 90 geladenen Gäste aus dem Hamburger Gesundheitswesen, der Politik und Wissenschaft deutlich. 

Maren Puttfarcken

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Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg

Auch Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks verdeutlichte, wie wichtig ihr das Thema Digitalisierung in der Pflege ist. Daher nutzte sie ihren Impuls auch nicht dafür, einen Blick zurück auf die vergangenen fünf Jahre zu werfen, sondern legte ihren Schwerpunkt auf das, was in den kommenden Jahren im Bereich Pflege noch zu tun ist. Sie betonte, dass in der Langzeitpflege viele Potenziale von digitalen Lösungen noch nicht ausgeschöpft werden. Gleichzeitig mahnte Prüfer-Storcks, dass nicht alles, was technisch machbar ist, am Ende auch nützlich sein muss. 

Cornelia Prüfer Storcks

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Senatorin der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) in Hamburg

Praxisbeispiele für digitale Lösungen in der Pflege

Wie die analoge Dokumentation von pflegerischen Tätigkeiten im Krankenhaus digitalisiert werden kann, stellten Renate Hadi, Pflegeberaterin des Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Wien, und David Bayer, Leiter der Abteilung für Pflege- & Betriebsprozesse in der Pflegedirektion des AKH Wien, vor. 

Paradigmenwechsel in der Pflegedokumentation

PDF, 1,3 MB , nicht barrierefrei Downloadzeit: eine Sekunde

David Bayer und Renate Hadi

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Allgemeines Krankenhaus Wien

Das Ergebnis ist eine digitale Pflegedokumentation , die ein effizientes Arbeiten im Stationsalltag ermöglicht und andererseits individuelle Maßnahmenplanungen der pflegerischen Qualität sichtbar macht. Bayer und Hadi verdeutlichten aber auch, dass es ein langer Prozess war, der viel Mut erforderte.


Als zweites Praxisbeispiel stellte Heike Unland, Projektmanagerin am Albertinen-Haus - Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, PAUL - einen digitalen Helfer für ältere Menschen vor. Im Gespräch mit Moderator Dirk Schnack berichtete sie, wie die älteren Teilnehmer im NetzWerk GesundAktiv den Umgang mit PAUL erlernen. Das Vorwissen sei ganz unterschiedlich, so Unland. Ein großer Erfolg sei vor allem das Café Paul im Albertinen-Haus. Hier fänden die Teilnehmer mit all ihren Fragen Gehör. 

Dirk Schnack und Heike Unland

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Moderator und Projektmanagerin NetzWerk GesundAktiv im Albertinen-Haus

Mit zahlreichen Wortbeiträgen endete der offizielle Teil des Neujahrsempfangs. Anschließend ließen die Gäste den Tag bei einem Imbiss und interessanten Gesprächen ausklingen.

Weitere Eindrücke des Abends gibt es auf Twitter unter dem Hashtag #Hamburgdiskutiert.