Wie denken Sie, die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung in Sachsen besser zu nutzen?

Oliver Wehner: Die Digitalisierung wird in der Gesundheitsversorgung zukünftig eine entscheidende Rolle spielen. So werden Informationen über Behandlungsprozesse und frühere Krankenhausaufenthalte schneller verfügbar. Mit der elektronischen Patientenakte ist ein erster wichtiger Schritt dazu getan.

Weiterhin kann eine sektorübergreifende elektronische Patientenakte Doppeluntersuchungen beim Arzt und Krankenhaus vermeiden.

Auch das Verhältnis von Arzt zu Patient wird verbessert. Die Telemedizin bringt den Arzt direkt in das Wohnzimmer des Patienten und spart so Anfahrtswege. 

Ich begrüße in diesem Zusammenhang den Schritt der TK, die elektronische Gesundheitsakte einzuführen. 

Was werden Sie in der kommenden Legislaturperiode zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung unternehmen?

Oliver Wehner: Die sächsische Union wird ihr Wahlprogramm am 29. Juni beschließen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die medizinische Versorgung einen deutlichen Schwerpunkt auf die medizinische Versorgung in Stadt und Land legen wird. Zentrale Punkte sind die Weiterentwicklung der stationären und ambulanten Versorgung, die Nachwuchsgewinnung und der Bürokratieabbau.

Was erwarten Sie von den Krankenkassen? Welche Vorstellungen haben Sie von einem fairen Wettbewerb unter den Krankenkassen?

Oliver Wehner: Ich bedanke mich an dieser Stelle für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Krankenkassen in dieser Wahlperiode. Die Krankenkasse müssen auch zukünftige die Bedürfnisse ihrer Versicherten gegenüber der Politik sachlich formulieren. 

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Oliver Wehner

Eine vielfältige Krankenkassenlandschaft ist für mich ein wichtiger Baustein im Rahmen der Sicherstellung der medizinischen Versorgung und es gilt Sorge zu tragen, dass diese Vielfalt erhalten bleibt.

Hinsichtlich eines fairen Wettbewerbs wurde aktuell durch die Bundesebene ein Gesetzentwurf vorgestellt. Diesen gilt es aufmerksam zu begleiten und dabei die Interessen der Versicherten, wie auch der Kassen im Blick zu haben.

Welche Maßnahmen wollen Sie für die zunehmende Zahl pflegebedürftiger Menschen in Sachsen umsetzen?

Oliver Wehner: Die Enquete-Kommission Pflege des Sächsischen Landtages hat dazu konkrete Lösungsansätze erarbeitet. Staatsministerin Klepsch hat die Vorschläge am 13. Mai 2019 in ihr Pflegepaket 2030 aufgenommen. Jetzt gilt es, den Fokus auf die Frage der Finanzierung der Pflege, der Nachwuchsgewinnung und der Unterstützung der Angehörigen zu legen.