Frankfurt am Main, 17. September 2019. Jedes Krankenhaus in Hessen muss künftig einen Beauftragten für Patientensicherheit benennen. Das will das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) im Rahmen einer Rechtsverordnung bestimmen, wie das Haus heute angekündigt hat. Die Techniker Krankenkasse (TK) begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. "Wir freuen uns, dass mit der geplanten Rechtsverordnung das Thema Patientensicherheit in Hessen noch weiter gestärkt wird", so Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen.

Zu den Aufgaben der neu zu schaffenden Patientensicherheitsbeauftragten gehört es, in ihren jeweiligen Kliniken Projekte zur Steigerung der Patientensicherheit zu koordinieren. Gleichzeitig müssen die Beauftragten jedes Jahr mindestens eine Fortbildung aus dem Bereich Patientensicherheit und klinisches Risikomanagement besuchen. Die Patientensicherheitsbeauftragten müssen regelmäßig dem HMSI und einem neu zu schaffenden Landesbeirat für Patientensicherheit schriftlich über die Aktivitäten ihrer Kliniken Bericht erstatten, heißt es in der Rechtsverordnung. "Die Einführung von Patientensicherheitsbeauftragten in allen hessischen Kliniken ist absolut sinnvoll, denn die hochkomplexen und schnellen Abläufe in Krankenhäusern sind besonders anfällig für Fehler", so Voß.

Internationalen Studien zufolge kommt es bei fünf bis zehn Prozent aller Krankenhausbehandlungen zu einem unerwünschten Ereignis, wie z. B. einer Entzündung einer OP-Narbe oder einem Behandlungsfehler. Etwa die Hälfte dieser Ereignisse gilt gemeinhin als vermeidbar.