Bei der Versorgungssteuerung im ländlichen Raum, der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und im vertragszahnärztlichen Bereich plädiert die TK für die folgenden Änderungen im weiteren Gesetzgebungsverfahren:

  • Die TK unterstützt die Forderung, dass Ärztinnen und Ärzte, die in unterversorgten Gebieten praktizieren, künftig bundesweit verbindlich über regionale Zuschläge besonders unterstützt werden sollen. Es ist jedoch problematisch, diese Zuschläge auf das Andauern der eingetretenen oder drohenden Unterversorgung zu beschränken.
  • Die derzeitigen rechtlichen Vorschriften ermöglichen eine digitale Übermittlung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber nur über umfangreiche Einzelvereinbarungen. Stattdessen sollten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass diese auf einfachem Wege digital weitergeleitet werden können. Erst dann profitieren die Versicherten umfänglich von dieser Regelung.
  • Die heutige Gestaltung der Bonusregelung für Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt ist verwaltungsaufwendig und wenig praxisfreundlich. Die TK regt an, die Verpflichtung des Nachweises erst ab dem Jahr nach Vollendung des 18. Lebensjahres beginnen zu lassen.

TK-Position zum Terminservice und Versorgungsgesetz

PDF, 353 kB , nicht barrierefrei Downloadzeit: eine Sekunde


Ein zeitlich befristetes Nachwirken der Zuschläge - die TK schlägt hier zehn Jahre vor - würde die Attraktivität der ländlichen Räume nachhaltig verbessern und mehr Planungssicherheit für die betroffenen Arztgruppen schaffen. Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK

Dr. Jens Baas kommentiert das Gesetzesvorhaben - Blogbeitrag auf #WirTechniker