TK: Frau Austenat-Wied, welche Einrichtungen können vom Reha-Rettungsschirm profitieren?

Manon Austenat-Wied:  Infolge der Coronavirus-Pandemie wurde durch das Krankenhausentlastungsgesetz die Möglichkeit einer Ausgleichszahlung für Rehabilitationseinrichtungen geschaffen. Alle Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit einem Versorgungsvertrag nach § 111 Abs. 2 SGB V können Mittel beantragen. Danach erhalten die Einrichtungen einen finanziellen Ausgleich, der durch leerstehende Betten entstanden ist. Zwingend erforderlich ist, dass Betten nicht so belegt werden konnten, wie es vor dem Auftreten der Coronavirus-Pandemie geplant war. Im Ausgleichsverfahren werden Ausfälle berücksichtigt, die seit dem 16. März 2020 entstanden sind. Die Regelung ist befristet für Belegungstage bis zum 30. September 2020.

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TK:  Wer verwaltet den Reha-Rettungsschirm?

Austenat-Wied: Gegenüber welcher Stelle die Einrichtungen ihren Anspruch geltend machen können, richtet sich nach regionaler Zuständigkeit. Dies kann die für die Krankenhausplanung zuständige Landesbehörde oder eine Krankenkasse sein. In Mecklenburg-Vorpommern kümmern wir als TK uns um die Auszahlung der Ausgleichszahlungen für die ansässigen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen.

TK: Wie funktioniert das Erstattungsverfahren?

Austenat-Wied: Für den gesamten Prozess ist die zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Verbänden der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen geschlossene "Ausgleichszahlungsverordnung Vorsorge und Reha" maßgebend. Das dort vereinbarte Verfahren zur Ermittlung von Referenzwerten und täglicher Belegungszahl wird bei der Berechnung und Auszahlung der Ausgleichszahlung angewendet. Eine kompakte Übersicht dazu liefert unsere Sonderseite zum Reha-Rettungsschirm

Grundsätzlich ist es jetzt wichtig, möglichst unbürokratisch und zielgenau zu unterstützen. Die Corona-Pandemie ist für das "Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern" eine große Herausforderung. Wir sind froh, als Krankenkasse mit starkem regionalen Bezug helfen zu können. Diese Krise können wir nur gemeinsam bewältigen.