Das von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einberufene Kuratorium Gesundheitswirtschaft, bringt Experten aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen, um die Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns weiterzuentwickeln und national wie international den Status des Gesundheitslands zu stärken.

TK: Frau Austenat-Wied, welche Schwerpunkte setzt ihre Strategiegruppe aktuell?

Manon Austenat-Wied:  Die von mir geleitete Strategiegruppe IV fokussiert den Gesundheitstourismus. Mecklenburg-Vorpommern bietet als Bundesland allerbeste Voraussetzungen für Erholung und Genesung. Der Gesundheitsbereich zählt seit Jahren zu den modernsten und leistungsfähigsten in Europa. Als Strategiegruppe versuchen wir diesen Sektor noch besser zu machen, um unsere Spitzenposition zu behaupten. Wir bringen die entscheidenden Akteure im Gesundheitstourismus zusammen, setzen uns langfristige Ziele und forcieren Projekte. Gerade jetzt, während der Corona-Pandemie spüren wir, dass Urlaube mit Gesundheitsfokus stärker nachgefragt werden.

Manon Auste­nat-Wied

Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.
Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern

TK:  Wo hat der Gesundheitstourismus in M-V noch Potential?

Austenat-Wied: Insbesondere im Bereich der digitalen Buchungs- und Angebotsoptionen schöpfen wir unser Leistungsvermögen noch nicht aus. Gegenwärtig arbeiten wir in der Strategiegruppe daran, gesundheitstouristische Individualurlaub online konfigurier- und buchbar zu machen. Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Plattform aufzubauen, mit der Interessierte in wenigen Klicks Übernachtungsmöglichkeiten, lokale Gesundheitsdienstleistungen und weitere Services auf einer Plattform und frei nach ihren Wünschen buchen können. 

In einem zweiten Schritt möchten wir unseren Versicherten natürlich individuelle Angebote für gesundheitsorientierte Leistungen unterbreiten können. Wir haben die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder den Gesundheitszustand zu verbessern, wobei dies durch Aufklärung, Beratung und Leistungen zu erfolgen hat. Bisher können wir unseren Versicherten nur über allgemeine Publikationen zu Versorgungsangeboten informieren. Um die Wahrnehmung unseres universellen Versorgungsauftrags zu verbessern, benötigen wir erweiterte Handlungsmöglichkeiten im Versorgungsmanagement. Wir möchten unseren Versicherten auch kurzfristig, wenn sich ihre Gesundheitssituation verändert, individuell beraten oder innovative Versorgungsangebote anbieten.

TK:  Welche Räume müssten geschaffen werden, um allen Versicherten individuelle Angebote zu unterbreiten?

Austenat-Wied: Für eine patientenzentrierte Erweiterung der Versorgungsmöglichkeiten, wie oben geschildert, ist unter anderem auch eine Regelung im Hinblick auf die Befugnisse zur Verarbeitung der notwendigen Versicherteninformationen nötig. Diese sind erforderlich, damit wir unseren Kunden gezielt Angebote im Rahmen des strukturierten Versorgungsmanagements unterbreiten können. Hier erarbeiten wir als Strategiegruppe gegenwärtig Hinweise für den letztlich verantwortlichen Gesetzgeber.