Digitalisierung verbessert Arbeitsprozesse

Sozialministerin Dr. Carola Reimann betonte in ihrem Grußwort die positiven Veränderungen, die die digitalisierten Prozesse mit sich bringen. Sie zeigte sich davon überzeugt, dass die Digitalisierung Arbeitsprozesse verbessern und dadurch letztlich zu Entlastungen führen kann. Dies sei insbesondere im ländlichen Raum und im Hinblick auf den Fachkräftemangel, der sich auch im Gesundheitswesen abzeichnet, eine wichtige Entwicklung. 

Gemeinsames Interesse der Akteure im Gesundheitswesen

Für Inken Holldorf, Leiterin der TK-Landesvertretung haben die Akteure im Gesundheitswesen ein gemeinsames Interesse daran, die für das Gesundheitssystem passenden Aspekte der Digitalisierung zum Vorteil der Patienten zu nutzen. Niedersachsen sei hier auf dem Weg - es gebe bereits viele interessante Projekte in ausgewählten Regionen, meistens im ländlichen Raum. Auch politisch sei das Thema von Relevanz und stehe daher auf der Agenda der Enquete-Kommission des Landtages zur Sicherstellung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung in Niedersachsen. Dies sei sehr positiv.

Einsatzmöglichkeiten im Pflegebereich

Welche konkreten Einsatzmöglichkeiten moderner Technologien im Pflegebereich unter Einbezug von KI bestehen, zeigte Prof. Dr. Andreas Hein von der Universität Oldenburg auf: Der Einsatz neuartiger Technologien kann frühzeitig helfen, die Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und die Lebensqualität von Pflegebedürftigen zu erhalten, beispielsweise mit unterstützender Robotik.

Potentiale der Digitalisierung nicht ausgeschöpft

Wie die Gesundheitsinformationssuche im Internet aussieht, veranschaulichte Prof. Dr. Eva Baumann von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie zeigte auf, welche Quellen von Usern genutzt werden, nach welchen Themen im Internet gesucht wird und welche möglichen Effekte die Suche nach Gesundheitsinformationen haben kann. Dabei kommt sie zu dem Ergebnis, dass die vorhandenen Potenziale, die die Digitalisierung bietet, längst noch nicht ausgeschöpft sind. Die Befähigung der Patienten, die Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser zu nutzen, ist eine Querschnittsaufgabe aller Akteure im Gesundheitswesen.

Chance für die sektorübergreifende Versorgung

Für Prof. Dr. Wolfgang Greiner von der Universität Bielefeld und Mitglied des Sachverständigenrates Gesundheit (SVR) liegt eine zentrale Chance der Digitalisierung in der Verbesserung der sektorübergreifenden Kommunikation und Dokumentation. Das traditionelle System, das Anbieter und -sektororientiert ist, muss aufgebrochen werden; hin zu einem populationsorientierten und sektorübergreifend organisiertem Gesundheitswesen. Der Vorteil dieser neuen Organisationsstruktur liegt in der Gewährleistung einer kontinuierlichen medizinischen Behandlung der Patientinnen und Patienten - orientiert an einem Versorgungs-Pfad und einem Versorgungs-Ziel.

Zum Vorteil der Pati­enten

Das Bild ist noch nicht vollständig geladen. Falls Sie dieses Bild drucken möchten, brechen Sie den Prozess ab und warten Sie, bis das Bild komplett geladen ist. Starten Sie dann den Druckprozess erneut.

Inken Holldorf, Leiterin der TK-Landesvertretung Niedersachsen, mit Sozialministerin Dr. Carola Reimann