Im Vorfeld der diesjährigen Landtagswahl hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK einer repräsentativen Auswahl der Erwachsenen im Land folgende Fragen gestellt:

Wie zufrieden sind Sie insge­samt mit der Gesund­heits­ver­sor­gung im Land?

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Grafik zur allgemeinen Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg

Eine große Mehrheit der Befragten zeigte sich mit der Gesundheitsversorgung im Land zufrieden. Jede zweite Person erklärte sogar, vollkommen oder sehr zufrieden zu sein. Auch bei Personengruppen, die häufiger mit dem Gesundheitssystem in Berührung kommen, wie zum Beispiel Chronisch Kranke, Eltern oder Frauen, erreichen die weniger Zufriedenen oder Unzufriedenen nur knapp einen zweistelligen Wert bis maximal zwölf Prozent.

Nichtsdestotrotz sehen die Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger an vielen Stellen Handlungsbedarf, um die Bedingungen weiter zu verbessern. 

Wie wichtig sind Ihnen folgende Themen in der Gesundheitspolitik der nächsten Jahre?

Die große Solidarität weiter Teile der Bevölkerung mit den Pflegenden in Altenheimen und Krankenhäusern spiegelt sich in den Antworten zu dieser Frage wider: So bestätigten 98 Prozent der Befragten, dass sie es für sehr wichtig oder wichtig halten, den Pflegeberuf künftig attraktiver zu gestalten. 92 Prozent sehen Optimierungsbedarf, was die Zusammenarbeit zwischen Niedergelassenen, Krankenhäusern und Pflegediensten angeht. Auch eine bessere regionale Verteilung der Arztpraxen erreicht mit 90 Prozent noch hohe Zustimmung.

Immerhin eine Mehrheit von 58 Prozent hält es für sehr/wichtig, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter vorangebracht wird. Mit 72 Prozent ist hier die Zustimmung bei den 18- bis 39-Jährigen noch um einiges höher als im Durchschnitt. Konkret nach den Anwendungsmöglichkeiten befragt, werden auch vielen Älteren die Vorteile bewusst.

Welche digi­talen Möglich­keiten würden Sie persön­lich nutzen wollen?

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Grafik zur Frage: Welche digitalen Möglichkeiten würden Sie persönlich nutzen wollen?

Trotzdem bleiben die Generationenunterschiede augenfällig: Während bei den Über-60-Jährigen gut zwei Drittel der Befragten eine Online-Terminvergabe nutzen würden, sind dazu fast alle (97 Prozent) der befragten 18-bis 39-Jährigen bereit. Das elektronische Rezept begrüßen 85 Prozent der Jüngeren, während sich bei den Über-60-Jährigen nur 40 Prozent eine Nutzung vorstellen können. Und während sich bei 18- bis 39-Jährigen jeweils 70 Prozent für Video-Sprechstunden und Gesundheits-Apps begeistern könnten, gilt das bei der Generation Ü60 nur für ein gutes Drittel der Befragten.

Ein umfassendes telemedizinisches Versorgungsnetzwerk würde aus Sicht der TK Patientinnen und Patienten jeglichen Alters zugute kommen, denn dadurch ließe sich auch die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Sektoren verbessern. Laut Umfrage besteht hier jedenfalls noch Optimierungsbedarf.

Haben Sie in den letzten Jahren schon einmal Unstimmigkeiten in der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsakteuren erlebt?

39 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg beantworteten diese Frage mit einem Ja; dabei hatte ein Viertel der Befragten sogar schon mehrfach Unstimmigkeiten erlebt. Bei den 18- bis 39-Jährigen und den befragten Eltern war mehr als jede Zweite bzw. jeder Zweite betroffen.

In den meisten Fällen, in Zahlen 66 Prozent, "knirschte" es bei der Abstimmung zwischen Hausärztinnen und Hausärzten und deren Kolleginnen und Kollegen der Fachärzteschaften. 42 Prozent der Befragten bestätigten Probleme zwischen behandelnder Ärztinnen und Ärzten und dem Krankenhaus. In 27 Prozent der Fälle war sich das medizinische Personal im Krankenhaus uneinig. 

Gerade bei der Krankenhausbehandlung haben viele Patientinnen und Patienten hohe Erwartungen und sind durchaus bereit, für bessere Qualität weitere Wege auf sich zu nehmen.

Eine plan­bare aufwän­dige Behand­lung oder Opera­tion steht an - für welches Kran­ken­haus würden Sie sich entschei­den?

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Grafik zur Frage, ob bei einer planbaren Behandlung ein nahegelegenes oder ein besser qualifiziertes Krankenhaus ausgewählt werden würde.

Last but not least haben wir bei unserer Befragung ein Thema angesprochen, das sich auch die neue Landesregierung auf die Fahne geschrieben hat: Den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Diagnose und Therapie. 

Wie bewerten Sie die Entwick­lung hin zu mehr Einsatz von KI in der Gesund­heits­ver­sor­gung?

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Grafik mit der Aussage, dass die Menschen in Baden-Württemberg den Einsatz von künstlicher Intelligenz begrüßen.

Laut Koalitionsvertrag soll vor allem KI im Bereich der personalisierten Medizin gefördert werden. Mithilfe von KI können Experten große Datenmengen analysieren und auswerten. Damit wären sie künftig in der Lage, Krankheitsverläufe von Menschen in der ganzen Welt abzugleichen und die besten Behandlungsoptionen für den Einzelnen zu ermitteln. Das Ergebnis unserer Umfrage spricht für eine große Unterstützung dieser Möglichkeiten durch die Bevölkerung im Land.

Die Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg - mehr zum Koalitionsvertrag und den Positionen der TK

Studienaufbau der Forsa-Umfrage

Im Januar 2021 befragte Forsa mittels computergestützter Telefoninterviews 1.500 Menschen in fünf Bundesländern zu Gesundheitsthemen, davon 300 in Baden-Württemberg. Sie repräsentieren einen Querschnitt der erwachsenen Bevölkerung im Bundesland. Gewichtet wurde die Personenstichprobe nach Alter, Geschlecht und Bildung.