Mitte Juni wurde im Zuge der Veranstaltung der Gesundheitswirtschaft Hamburg (GWHH) "eHealth-Netzwerk Hamburg - Die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Hamburg gestalten" der Start des Digital Health Hub Hamburg (DHHH) bekannt gegeben. Ziel des DHHH ist es, Unternehmen und Wissenschaft dabei zu unterstützen, konkrete Innovationspotenziale zu identifizieren und zu entwickeln.

Im aktuellen "Zur Sache" gehen Jan Quast, Geschäftsführer der GWHH, und Dr. Stephan Rohde, Clustermanager des DHHH, auf die Entwicklung und Zielrichtung des DHHH ein.

TK: Herr Quast, wie ist die Idee, in Hamburg einen Digital Health Hub zu etablieren, entstanden?

Porträtfoto Jan Quast
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Jan Quast

Quast:  Ende 2016 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die "Digital Hub-Initiative" gestartet. Die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hatte sich dort mit einem "Digital Health Hub Hamburg" (DHHH) beworben. Da Hamburg schon ein Digital Hub Logistics zugesprochen worden war, kam es im Rahmen dieser Initiative dann leider nicht zur Realisierung des Health Hubs.

Doch das enorme Interesse, dass bei der Ausarbeitung des Bewerbungskonzepts deutlich wurde, hat die BGV und die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH (GWHH) veranlasst, die Idee zu realisieren. Über 35 Unternehmen verschiedener Branchen, Hochschulen und Start-ups hatten zuvor ihre Unterstützung bekundet. Dieses spannende Vorhaben wird nun seit September 2017 durch die GWHH umgesetzt. Das Ziel des DHHH ist es, die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu forcieren, indem wir innovative Projekte mit Unternehmen, Start-ups und Hochschulen entwickeln und vorantreiben.

TK: Wie fügt sich der Digital Health Hub in die weiteren Initiativen und Aktivitäten der Gesundheitswirtschaft Hamburg, wie zum Beispiel dem eHealth-Netzwerk Hamburg, ein?

Quast: Die Gesundheitswirtschaft ist eine zukunftsträchtige Stärke der Hamburger Wirtschaft und bedarf besonderer Aufmerksamkeit in Politik und Wirtschaftsförderung. Die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH hat vier Schwerpunkte: Gesundheit und Altern, Bildung und Innovation, Betriebliches Gesundheitsmanagement und eHealth. Letzteres, beziehungsweise die Digitalisierung des Gesundheitswesens, braucht Treiber.

Seit über zwei Jahren trägt das eHealth-Netzwerk Hamburg zur Vernetzung der Akteure rund um das Thema Digitalisierung des Gesundheitswesens in Hamburg bei und fördert den Austausch. Komplementär hierzu verknüpft der DHHH gezielt Akteure der Gesundheits-, IT- und Kreativwirtschaft untereinander und mit Hochschulen, um innovative Projektideen zu entwickeln und deren Umsetzung anzustoßen. Unser Ziel ist es, dafür auch einen Ort zu schaffen.

TK: Herr Dr. Rohde, können Sie uns als zuständiger Clustermanager schon konkrete Projekte oder Aktivitäten des Digital Health Hub Hamburg vorstellen?

Porträtfoto Dr. Stephan Rohde
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Dr. Stephan Rohde

Rohde: Wir arbeiten an verschiedenen Projektvorhaben. Ein Beispiel ist die Nutzung von Virtual Reality in der Ausbildung von Notfallsanitätern. Anwendungsabläufe von Geräten bei Notfallszenarien können so beliebig oft geübt werden. Dies soll zudem zu einer Stressreduktion bei den Einsatzkräften führen. Wir haben ein Projektkonsortium gebildet und eine Projektskizze beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingereicht.

Gegenstand eines anderen Vorhabens ist die Erarbeitung einer digitalen Lösung, um persönliche Befindlichkeiten nach Prothesenoperationen zu evaluieren. Hierfür bereiten wir mit Projektpartnern einen Antrag vor.

Am 13. Juni 2018 haben wir den DHHH offiziell vorgestellt und die Möglichkeit genutzt, um mit Unterstützern des DHHH und interessierten Akteuren innovative Projektideen zu entwickeln. Zudem haben wir die Öffentlichkeitsarbeit, wie den Onlineauftritt digital-health-hub-hamburg.de, das DHHH-Logo und weitere Materialien erstellt. Der DHHH soll die Wahrnehmung von Hamburg als fortschrittlichen Gesundheitsstandort schärfen.

Ansprechpartnerin Presse

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