Das Projekt PIKKO - Patienteninformation, Kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie - wurde 2017 von der IKK Südwest, der Techniker Krankenkasse und der Knappschaft zusammen mit Partnern wie den niedergelassenen Haus- und Fachärzten, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Saarländischen Krebsgesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland sowie mehreren saarländischen Kliniken im Rahmen des Innovationsfonds aufgelegt. Zwischenzeitlich ist auch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland dazugestoßen.

Die Projektpartner haben sich nun dazu entschlossen, auch nach Ende der offiziellen finanziellen Förderung durch den Innovationsfonds die besondere Hilfestellung für die krebskranken Patienten im Saarland mit eigenen finanziellen Mitteln bis zum 30.03.2021 weiterzuführen. So lange ist auch eine Einschreibung von Patienten möglich. 

Überführung in Regelversorgung als Ziel

Bis zu diesem Termin laufen die wissenschaftliche Bewertungen des Innovationsfondsprojekts. Bei einer positiven Evaluation ist eine Überführung in die Regelversorgung möglich. Das ist das Ziel aller Beteiligten.

Weitere Informationen zum Projekt

Das Projekt PIKKO - Patienteninformation, Kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie - verfolgt unter anderem das Ziel, Patienten in ihrer besonderen Situation aktiv anzusprechen, sie in der Koordination der sektorenübergreifenden Behandlungs- und Informationspfade zu unterstützen sowie die Selbstmanagementfähigkeiten der Betroffenen auszubauen. Es ist zunächst auf das Bundesland Saarland begrenzt und hat die bereits bestehende onkologische Regelversorgung um folgende Leistungen ergänzt:

  • Onko-Lotse: Den teilnehmenden Versicherten wird ein Onko-Lotse zur Seite gestellt. Er steht den Versicherten als unmittelbarer Ansprechpartner zur Verfügung,
  • Spezialisierte onkologische Beratung: Im Rahmen der spezialisierten onkologischen Beratung werden psychische und soziale Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigt

Hinweis für die Redaktion

Das Projekt PIKKO wurde im Rahmen der zweiten Förderwelle des Innovationsfonds zu dem Themenfeld "Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ eingereicht und lief bis zum 31.03.2020. Danach laufen die wissenschaftlichen Auswertungen. Das Studiendesign basiert auf dem Vergleich einer Interventionsgruppe mit einer evaluativen Vergleichsgruppe (sog. Kontrollgruppe). 

Der Innovationsfonds ist ein gesundheitspolitisches Instrument zur Förderung der Integrierten Versorgung und Versorgungsforschung in Deutschland. Er beruht auf dem 2015 verabschiedeten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz. Von 2016 bis 2019 wurde ein mit jährlich 300 Millionen Euro ausgestatteter Fonds aufgelegt. Ende 2019 wurde dann eine Verlängerung beschlossen. Von 2020 bis 2024 steht jährlich eine Fördersumme von 200 Millionen Euro zur Verfügung. Der Fonds soll innovative, sektorenübergreifende Versorgungsformen und die Versorgungsforschung fördern.