Um die Versorgung krebskranker Patienten aktiv zu verbessern, haben die IKK Südwest, die Techniker Krankenkasse und die KNAPPSCHAFT zusammen mit Partnern wie den niedergelassenen Haus- und Fachärzten, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Saarländischen Krebsgesellschaft, der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland sowie mehreren saarländischen Kliniken das Projekt PIKKO gestartet.

Koordination der sektorenübergreifenden Behandlungspfade

Im Rahmen von PIKKO - Patienteninformation, Kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie - verfolgt unter anderem das Ziel, Patienten in ihrer besonderen Situation aktiv anzusprechen, sie in der Koordination der sektorenübergreifenden Behandlungs- und Informationspfade zu unterstützen sowie die Selbstmanagementfähigkeiten der Betroffenen auszubauen. Das Projekt „PIKKO“ ist zunächst auf das Bundesland Saarland begrenzt und hat das Ziel, die bereits bestehende onkologische Regelversorgung um folgende Leistungen zu ergänzen:

  • Onko-Lotse: Den teilnehmenden Versicherten wird ein Onko-Lotse zur Seite gestellt. Er steht den Versicherten als unmittelbarer Ansprechpartner zur Verfügung,
  • Onko-Datenbank: Mit der Onko-Datenbank wird ein umfassendes und einzigartiges digitales Informationsportal für Tumorpatienten in Deutschland etabliert.
  • Spezialisierte onkologische Beratung: Im Rahmen der spezialisierten onkologischen Beratung werden psychische und soziale Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigt

Förderung durch den Innovationsfonds

Das Projekt wurde im Rahmen der zweiten Förderwelle des Innovationsfonds zu dem Themenfeld "Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ eingereicht und sieht eine Laufzeit von drei Jahren vor.

Der Innovationsfonds ist ein gesundheitspolitisches Instrument zur Förderung der Integrierten Versorgung und Versorgungsforschung in Deutschland. Er beruht auf dem 2015 verabschiedeten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz. Von 2016 bis 2019 wird ein mit jährlich 300 Mio. Euro ausgestatteter Fonds aufgelegt. Dieser Innovationsfonds soll innovative, sektorenübergreifende Versorgungsformen und die Versorgungsforschung fördern.

Vergleich einer Interventionsgruppe mit einer evaluativen Vergleichsgruppe

Das Studiendesign von PIKKO basiert auf dem Vergleich einer Interventionsgruppe mit einer evaluativen Vergleichsgruppe (sog. Kontrollgruppe). Die Patienten der Kontrollgruppe werden ab dem 01.11.2017 und die Patienten der Interventionsgruppe ab dem 01.11.2018 eingeschrieben. Die Teilnehmer der Interventionsgruppe nehmen vollumfänglich an dem Versorgungsprogramm PIKKO teil. Die Vorlage eines abschließenden Evaluationsberichtes ist zum 31.07.2020 geplant.