Bei dem rheinland-pfälzischen Projekt PROMISE, das in der ersten Förderwelle des Innovationsfonds den Zuschlag bekommen hat, geht es um PROzessoptiMIerung durch interdisziplinäre und SEktorenübergreifende Versorgung bei Patienten mit Hüft- und Knieendoprothesen. Genauer gesagt um weniger Schmerzen und Komplikationen nach dem Gelenkersatz durch neuartige chirurgische Verfahren, schnellere Genesung durch frühe Mobilisierung und Nutzung von Gruppendynamik sowie um schnelle Rehabilitation. Dabei steht auch die patientengerechte Kommunikation im Fokus, da individuelle Patientenschulungen dazu beitragen können, dass Patienten schneller genesen.

Projektbeschreibung

Möglichst früh selbst aktiv werden

Das PROMISE-Projekt wird durch den Leiter Orthopädie und Rheumaorthopädie des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOU) der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees, geleitet und in enger Kooperation mit dem Institut für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation unter Leitung von Dr. Ulrich Betz, durchgeführt. Im Zuge des Projekts soll die in Dänemark entwickelte 'Fast-Track'-Chirurgie angewandt werden. Durch dieses schonende, aber auch sehr effiziente Operationsverfahren sollen die Patienten möglichst früh in der Lage sein, wieder selbst aktiv zu werden.

Verschiedenste Versorgungsstufen sind integriert

Da PROMISE über Landesgrenzen hinweg einen multizentrischen, interdisziplinären und sektorenübergreifenden Ansatz verfolgt, sind neben dem ZOU folgende weitere operative Einheiten integriert: die Vulpius Klinik (VBR), Abteilung für Orthopädie, Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie aus Bad Rappenau und die Orthopädische Klinik des GPR Gesundheits- und Pflegezentrum (GPR) aus Rüsselsheim. Somit sind vom Belegbettenhaus bis zur Universitätsklinik die verschiedensten Versorgungsstufen integriert und die Übertragbarkeit des Versorgungsmodells auf andere Regionen und Konstellationen gewährleistet.

Alle operativen Partner sind nach dem 'Fast Track'-Ansatz zertifiziert und erbringen jährlich insgesamt über 3.000 Hüft- und Kniegelenkimplantationen nach dieser Methodik. Zur Sicherstellung eines interdisziplinären Ansatzes und für einen optimierten Behandlungserfolg sind weitere Einrichtungen im Konsortium vertreten, die in den Prozess vor ihrem jeweiligen fachlichen Hintergrund eingebunden werden.

Stichwort: "Fast-Track-Chirurgie"

Mit der Behandlungsmethode soll eine besonders rasche und für den Patienten komfortable Genesung nach einer Operation erreicht werden. Das Konzept beruht dabei auf der in Dänemark entwickelten "Fast-Track-Chirurgie", eine besonders schonende, aber effiziente OP-Methode, die u. a. eine gezielte Vorbereitung, optimierte chirurgische Verfahren, eine frühe Mobilisierung sowie eine schnelle Rehabilitation beinhaltet.