Um die Versorgung der pflegebedürftigen Menschen in Pflegeheimen im Saarland aktiv zu verbessern, haben die AOK, die Barmer, die Bergische Universität Wuppertal, der BKK Landesverband Mitte, die DAK, die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die IKK Südwest, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland, die KNAPPSCHAFT, die Saarländische Pflegegesellschaft, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, die Techniker Krankenkasse und die Universität des Saarlandes zusammen mit Partnern wie der Apothekerkammer des Saarlandes, der Ärztekammer des Saarlandes, dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung Saar und dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar das Projekt SaarPHIR gestartet. Die primären Ziele sind die Vermeidung von Krankenhauseinweisungen und die Arzneimitteltherapiesicherheit für die Patienten.

Regionale Versorgerteams und individuelle Versorgungspläne

Das Innovationsfondsprojekt, das auf drei Jahre angelegt ist und mit insgesamt 5,5 Millionen Euro gefördert wird, ist besonders an Hausärzte gerichtet, aber auch interessierte Fachärzte können sich beteiligen. Die KV Saarland sorgt innerhalb des Projekts dafür, dass sich regionale Versorgerteams bilden. Damit sollen Arztbesuche besser koordiniert werden und verhindert werden, dass an einem Tag mehrere Ärzte die selbe Pflegeeinrichtung besuchen, weil sie jeweils wenige Patienten betreuen.

Die Saarländische Pflegegesellschaft sorgt im Gegenzug dafür, dass besonders geschultes Personal als Ansprechpartner für die Ärzte zur Verfügung stehen. Außerdem werden gemeinsam individuell Versorgungspläne für jeden einzelnen Patienten erstellt. Damit soll die Zusammenarbeit optimiert werden. Außerdem sollen so Ressourcen und Fähigkeiten gebündelt werden, damit alle Beteiligten von Synergieeffekten profitieren.

Förderung durch den Innovationsfonds

Das Projekt wurde im Rahmen der zweiten Förderwelle des Innovationsfonds zu dem Themenfeld "Verbesserung der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten und Förderung der Gesundheitskompetenz“ eingereicht und sieht eine Laufzeit von drei Jahren vor.

Der Innovationsfonds ist ein gesundheitspolitisches Instrument zur Förderung der Integrierten Versorgung und Versorgungsforschung in Deutschland. Er beruht auf dem 2015 verabschiedeten GKV-Versorgungsstärkungsgesetz. Von 2016 bis 2019 wird ein mit jährlich 300 Mio. Euro ausgestatteter Fonds aufgelegt. Dieser Innovationsfonds soll innovative, sektorenübergreifende Versorgungsformen und die Versorgungsforschung fördern.