Chronische Wunden, die sich langsam entwickeln und über längere Zeit nicht abheilen, entstehen häufig als Folge von chronischen Erkrankungen wie Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Immunschwächen. Betroffen von schlecht heilenden Wunden sind meist ältere, multimorbide Patientinnen und Patienten. Rauchen oder Übergewicht kann die Prognose zusätzlich verschlechtern. Experten schätzen, dass in Deutschland bis zu 1,8 Millionen Menschen mit schwer heilenden Wunden behandelt werden.

Weniger Klinikaufenthalte und Amputationen

Der sektorübergreifende und interdisziplinäre Ansatz des Projektes VersorgungsManagement Wunde in Rheinland-Pfalz (VeMaWuRLP) soll dazu führen, dass durch die Koordination von Einzelmaßnahmen die Zahl der Krankenhausaufenthalte zurückgeht, die Rate der Amputationen gesenkt wird und die Rückfallquote nach Abheilung sinkt. Ziel ist es, ein flächendeckendes Versorgungsmanagement zur Begleitung von Menschen mit chronischen Wunden im Land zu etablieren. Damit sollen eine höhere Therapietreue und ein besseres Therapieergebnis erreicht werden. So sollen Wundmanagende betroffene Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige schulen, damit eine standardgerechte Reinigung und hygienische Aspekte der Wundbehandlung in den Fokus rücken. Auch einer wundheilungsfördernden Gestaltung des Lebensumfelds soll mehr Beachtung geschenkt werden. Eingebunden sind natürlich auch die behandelnde Ärztin, das Pflegeheim oder der Pflegedienst, das Krankenhaus oder die Reha-Klinik, der Physiotherapeut oder die Podologin.

Abschlussbericht im Herbst 2022

Das Projekt läuft bis April 2022. Gleichzeitig wird durch die Hochschule Ludwigshafen bis Ende Oktober der Abschlussbericht erstellt. Projektpartner sind die Mamedicon GmbH, die Hochschule Ludwigshafen, die Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit und Qualität bei Krankenkassen sowie die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz. Weitere Kooperationspartner des Projektes sind die Vereine: Wundnetz Rheinland-Pfalz, Initiative Chronische Wunden, Deutsche Gesellschaft für bürgerorientiertes Versorgungsmanagement sowie InnoNet HealthEconomy.

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