Hamburg, 24. Juli 2018. Mit dem Referentenentwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll der Zugang der Patienten zu ärztlichen Leistungen verbessert werden. Die Techniker Krankenkasse (TK) begrüßt den Vorstoß und sieht viele positive Ansätze in dem Vorhaben.

"Mit dem vorliegenden Entwurf werden zentrale Problemfelder angegangen. Wenn diese Vorschläge so umgesetzt werden, haben die Versicherten einen direkten und spürbaren Nutzen von den Änderungen", kommentiert Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK.

Digitalisierung kommt voran

Damit die Versicherten in Zukunft Transparenz über ihre Daten haben, sollen alle Krankenkassen dazu verpflichtet werden, bis spätestens 2021 eine elektronische Gesundheitsakte (eGA) anzubieten. Diese Regelung begrüßt die TK ausdrücklich. Die TK hat bereits gemeinsam mit IBM eine Gesundheitsakte für ihre Versicherten entwickelt, die derzeit im Testbetrieb läuft.

Baas: "Wenn alle Krankenkassen verpflichtet werden, ihren Versicherten eine elektronische Gesundheitsakte anzubieten, wird eine erhebliche Dynamik in das System kommen und die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter vorangetrieben."

Zudem sollen die Terminservicestellen künftig nicht nur 24 Stunden am Tag über die einheitliche Nummer 116 117 erreichbar sein, sondern auch Unterstützung bei der Suche für die dauerhafte Behandlung bei Haus-, Kinder- und Jugendärzten bieten. Begrüßenswert ist zudem, dass Termine auch online oder per App vereinbart werden sollen.

Versorgung im ländlichen Raum wird verbessert

Die TK befürwortet, dass dieses Problemfeld aufgegriffen wird und die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessert werden soll. Durch attraktivere und verlässliche Rahmenbedingungen sollen sich mehr Ärzte in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Bereichen niederlassen.

Sprechende Medizin wird gestärkt

Auch aufgrund der Digitalisierung gehen viele Patienten heute gut informiert in die Arztpraxen. Wenn Ärzte mit den Patienten gemeinsame Entscheidungen über die Therapieoptionen treffen, schafft dies Verständnis und stärkt die Therapietreue, den Behandlungserfolg und die Patientenzufriedenheit. Allerdings muss der Mehraufwand, den der Arzt durch eine umfangreichere Beratung oder weitere Leistungen hat, auch entsprechend vergütet werden. Die TK befürwortet daher, dass der einheitliche Bewertungsmaßstab überprüft werden soll, um die Arzt-Patienten-Kommunikationen weiter zu verbessern.