Hamburg, 18. September 2020. In einer Resolution kritisiert der Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse (TK) die aktuellen Pläne der Politik zur Schließung der Finanzierungslücke im Gesundheitswesen scharf. Der TK-Verwaltungsrat lehnt den vorgelegten Maßnahmenplan entschieden ab. Die Politik fordern die Selbstverwalter in der Resolution auf, umgehend eine faire und nachhaltige Alternative zu entwickeln. Denn die aktuellen Pläne hätten zur Folge, dass die Hauptlast für gesamtgesellschaftliche Aufgaben von den GKV-Beitragszahlern getragen wird. Für den Verwaltungsrat ist es nicht hinnehmbar, dass erneut die Autonomie der Selbstverwaltung erheblich eingeschränkt wird. Die Resolution "Keine Sozialgarantie auf Kosten der selbstverwalteten GKV" hat das höchste Entscheidungsgremium der TK in seiner Sitzung in Hamburg beschlossen.

Dazu Dominik Kruchen, alternierender Vorsitzender des TK-Verwaltungsrats und Arbeitgebervertreter:
 "Wir als selbstverwaltete GKV waren da, als das Gesundheitssystem uns gebraucht hat. Wir haben schnell, flexibel und pragmatisch unterstützt, wo wir konnten. Es kann nicht sein, dass nun, da die Rechnung vorliegt, die GKV-Beitragszahler die Hauptlast tragen sollen."

Dieter F. Märtens, alternierender Vorsitzender des TK-Verwaltungsrats und Versichertenvertreter: 
"Wir lehnen die geplanten Maßnahmen entschieden ab. Nachdem die selbstverwaltete GKV in den vergangenen Monaten viele gesamtgesellschaftliche Aufgaben übernommen hat, ist es nicht hinnehmbar, dass ein weiterer massiver und unzulässiger Eingriff in die Autonomie der Selbstverwaltung nun das 'Dankeschön' sein soll."

Hinweis für die Redaktion

Die vollständige Resolution "Keine Sozialgarantie auf Kosten der selbstverwalteten GKV" finden Sie unter www.tk.de .