Die TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa beauftragt, genau nachzufragen: Wollen die Menschen in Deutschland in der Gesundheitspolitik mehr mitbestimmen? Welche Rolle spielt die Sozialwahl als Form der Mitsprache für sie? Was halten sie davon, durch Verwaltungsräte vertreten zu werden? Und wie soll gewählt werden - per Brief oder online?

Das sind die Ergebnisse auf einen Blick

Teilhabe: 69 Prozent der Befragten wünschen sich, stärker in politische Entscheidungen zur Gesundheitsversorgung einbezogen zu werden. Für 28 Prozent ist das bereits ausreichend der Fall. 

Prinzip Sozialwahl: Die Sozialwahl als eine Form eben dieser Mitsprache ist für die Mehrheit - ebenfalls 69 Prozent - wichtig oder sehr wichtig. Unter den weiblichen Befragten, den Menschen über 60, chronisch Kranken und allgemein gesundheitspolitisch interessierten Befragten sind die Zustimmungswerte mit jeweils rund 75 Prozent besonders hoch.

Versichertenvertretung: Und die ehrenamtlichen Verwaltungsräte? Die finden rund drei Viertel der Befragten gut - weil dadurch die Versicherten an wichtigen Entscheidungen ihrer Versicherungsträger beteiligt werden.

Kostenfrage: Wenn sich die versicherten Mitglieder einer Krankenkasse bei der Wahl des Verwaltungsrats zwischen mehreren Listen frei entscheiden können, kostet diese Wahl natürlich auch Geld, z. B. entstehen Portokosten für den Versand der Wahlunterlagen. Bei der letzten Sozialwahl lagen die Kosten bei 1,17 Euro pro Kassenmitglied. Dazu gefragt sagen drei von vier gesetzlich Versicherten (77 Prozent): Die Sozialwahl ist ihr Geld wert!

Umfrage zeigt großes Interesse an der Sozialwahl - und am online wählen

Wahlabsicht: Nicht nur mehr Mitsprache fordern, sondern auch selbst wählen gehen, wollen 42 Prozent der Befragten auf jeden Fall. 37 Prozent nehmen wahrscheinlich an der Sozialwahl 2023 teil. 

Online-Stimmabgabe: 2023 kann erstmalig auch online an der Sozialwahl teilgenommen werden. Immerhin 71 Prozent sagen, dass sie die Chance nutzen wollen, ihre Stimme per Online-Wahl abzugeben. Besonders hohe Zustimmungswerte zu dieser Option gibt es unter den Befragten mit Kindern im Haushalt. Als Gründe geben die potenziellen Online-Wähler an, dass die Online-Wahl Zeit spart sowie Umwelt und Geldbeutel schont.

Informationen zur Umfrage

Im Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im August 2022 in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage bundesweit insgesamt 2.051 Personen ab 18 Jahren in computergestützten Telefoninterviews befragt.

Hier finden Sie Infografiken zum Thema Sozialwahl.

Tag des Ehrenamtes 2022

"Gemeinsam mehr erreichen" - Versichertenvertreterin Jasna Durdevic erzählt auf dem Blog Wir Techniker , wie sie als Ehrenamtliche im TK-Verwaltungsrat mitentscheiden und anderen eine Stimme geben kann.