TK-Mitglieder sollen bald bei den Sozialwahlen zwischen Online- und Briefwahlverfahren entscheiden können. Den Grundstein dafür hat der ehrenamtliche Verwaltungsrat in seiner Sommersitzung gelegt: Die vom höchsten Entscheidungsgremium der TK beschlossene Satzungsänderung ist eine der Voraussetzungen für die Teilnahme an einem entsprechenden Modellprojekt.


"Wir erleben, dass sich viele junge Menschen politisch engagieren und mitreden wollen. Das ist großartig. Umso wichtiger ist es, neue Wege bei den Mitbestimmungsmöglichkeiten zu gehen. Deshalb haben wir unsere Satzung für die Teilnahme am Modellprojekt zur Online-Sozialwahl geändert", erklärt Dieter F. Märtens, alternierender Vorsitzender im TK-Verwaltungsrat.

Sozialwahlen: Alternative zum roten Umschlag

Die alle sechs Jahre stattfindenden Sozialwahlen, in denen auch die Verwaltungsräte der Krankenkassen gewählt werden, sind bislang reine Briefwahlen. Die Stimmen werden in charakteristischen roten Umschlägen abgegeben. Das 7. SGB IV-Änderungsgesetz soll das ändern: Es sieht vor, dass im Rahmen eines Modellprojekts künftig neben der Briefwahl alternativ auch das Angebot einer Online-Wahl möglich wird. Hierfür ist eine Änderung der Satzung erforderlich. Diese muss nach dem Verwaltungsratsbeschluss vom Bundesamt für soziale Sicherung (BAS) genehmigt werden.