Allein bei der Techniker Krankenkasse können im kommenden Jahr rund 8,7 Millionen Mitglieder ihr Recht zur Mitbestimmung nutzen und darüber entscheiden, wer sie und ihre Anliegen im ehrenamtlichen TK-Verwaltungsrat vertreten soll. Anders gesagt: Wer an der Sozialwahl teilnimmt, nimmt direkten Einfluss auf zentrale Entscheidungen in Sachen Gesundheit.

Selbstverwaltung bedeutet Unabhängigkeit vom Staat 

Die Mitbestimmung über die Sozialwahl ist im internationalen Vergleich eine Besonderheit: Sozialversicherungssysteme sind in der Regel entweder staatlich oder staatsnah organisiert - dann stellt allein die Politik die Weichen. Eine andere Variante bilden marktwirtschaftlich orientierte Systeme, die über wenig Schutz für sozial Schwächere verfügen. Die Selbstverwaltung bietet eine Alternative, die einerseits für Unabhängigkeit vom Staat steht und andererseits das Solidarprinzip als zentrales Element lebt.

Wahlordnung regelt den Ablauf

Für die Sozialwahl 2023 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Peter Weiß (CDU) als Bundeswahlbeauftragten bestellt. Mit seiner Stellvertreterin Doris Barnett (SPD) überwacht er sämtliche Vorgänge rund um die Sozialwahl 2023 und sorgt für einen korrekten Ablauf der Wahl.

Die Sozialwahl ist eine Listenwahl. Die Wahlberechtigten geben ihre Stimme einer der antretenden Listen. Die Wahlordnung für die Sozialversicherung regelt den genauen Ablauf der Wahl, etwa wie das Zulassungsverfahren der Listen gestaltet oder wie das Ergebnis ermittelt wird.

Erklär­film zur Sozi­al­wahl 2023

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Tag des Ehrenamtes 2022

"Gemeinsam mehr erreichen" - Versichertenvertreterin Jasna Durdevic erzählt auf dem Blog Wir Techniker , wie sie als Ehrenamtliche im TK-Verwaltungsrat mitentscheiden und anderen eine Stimme geben kann.