Hannover, 27. April 2020. Viele niedersächsische Unternehmen stellt die Corona-Krise vor große finanzielle Probleme. Vermehrt setzen Firmen deshalb auf Kurzarbeit. Laut aktueller Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, haben niedersachsenweit bisher rund 62.000 Betriebe für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt. Im Schnellverfahren müssen sich die Arbeitgeber in Niedersachsen nun mit den neuen Regelungen auseinandersetzen. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Niedersachsen unterstützt mit mehreren kostenfreien digitalen Angeboten.

Mittels Online Rechner: Kurzarbeitergeld und Sozialabgaben schnell berechnen

Um die Abrechnung der Sozialabgaben für Betriebe zu erleichtern, bietet die TK einen neu entwickelten Kurzarbeit-Rechner an. Damit können Firmen mit wenigen Klicks errechnen, wie hoch das Kurzarbeitergeld ist und welche Sozialabgaben sie leisten müssen. Gleichzeitig erhält der Arbeitnehmer einen Überblick über seine Kurzarbeit bedingten Nettoeinnahmen.

"Kurzarbeit war vor der Corona-Krise kaum ein Thema in unserem Bundesland", berichtet Raphael Koßmann von der TK-Landesvertretung in Niedersachsen. "Jetzt müssen die Unternehmen im Eilverfahren Anträge stellen und entsprechende Abgaben ermitteln. Dabei möchten wir die niedersächsischen Betriebe bestmöglich unterstützen. Der Kurzarbeit-Rechner kann dafür eine wertvolle Hilfe sein."

UDO: Chatbot, der den Prozess des Anzeigens von Kurzarbeit begleitet und erklärt

Um grundsätzlich Kurzarbeitergeld zu erhalten, müssen Arbeitgeber dies zunächst für ihre Unternehmen bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, melden und beantragen. Da das Antragsverfahren mitunter kompliziert ist, unterstützt auch hier die TK mit einem neuen System namens UDO (auf http://www.kurzarbeit-einfach.de). Dieses Chatbot-System navigiert die Arbeitgeber leicht verständlich durch die Formulare der Bundesagentur.

Entwickelt wurde UDO im Rahmen des von der Bundesregierung im März 2020 initiierten Hackathons #wirvsvirus. Bei diesem digitalen Ideenwettbewerb wurden innovative Lösungen für Themen in der Corona-Pandemie gesucht. Hinter der Konzeption und Entwicklung des Chatbot steht ein Team aus Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren, um eine wirksame und schnelle Lösung für das Anzeigen des Kurzarbeitergeldes zu finden.