Frankfurt am Main, 22. Juni 2021. Die Mehrheit der Menschen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hat keine Bedenken, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach geben 78 Prozent der Befragten in diesen Ländern an, dass sie überhaupt keine oder eher keine Angst vor einer Corona-Impfung haben. 15 Prozent äußern eher Bedenken, sieben Prozent haben konkret Angst vor einer Impfung. Je älter die Menschen sind, desto weniger unsicher sind sie. Von den Befragten ab 60 Jahren sagen neun von zehn, dass sie keine oder eher keine Angst vor einer Corona-Impfung haben (90 Prozent), bei den 18- bis 39-Jährigen ist der Anteil mit 76 Prozent etwas geringer.

Je mehr geimpft sind, desto größer der Schutz

"Es ist eine gute Nachricht, dass die Vorbehalte gegen die Corona-Impfung gering sind. Eine Impfung gegen Covid-19 kann vor der schweren Krankheit schützen und uns einen Weg aus der Corona-Pandemie weisen. Je mehr Menschen geimpft sind, bei denen aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Impfung spricht, desto größer ist der Schutz aller vor dem Virus", sagt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hessen.  

Falschinformationen und Verschwörungsmythen vorbeugen

"Es ist wichtig, Patientinnen und Patienten im Gespräch über Nutzen und Risiken der COVID-19 Impfung aufzuklären, auch um Falschinformationen und Verschwörungsmythen vorzubeugen. Trotz der aktuell erfreulicherweise sinkenden COVID-19 Fallzahlen in Deutschland könnte sich das Virus durch die ansteckendere Variante Delta wieder verbreiten. Das könnte dann vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. Deswegen ist es wichtig, im Impftempo nicht nachzulassen und ausstehende Zweitimpfungen durchzuführen“, sagt Professorin Sabine Wicker, Arbeitsmedizinerin an der Uniklinik Frankfurt und stellvertretende Vorsitzende der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI).

Impfkampagne in Hessen hat Fahrt aufgenommen

Die TK in Hessen begrüßt, dass die Impfkampagne in Hessen Fahrt aufgenommen hat und zusätzlich zu den Hausärztinnen und Hausärzten jetzt auch die Betriebsärzte breit in die Impfkampagne einbezogen werden. "Gerade die Hausarztpraxen haben engen Kontakt zu ihren Patientinnen und Patienten. Dadurch können sie besser auf mögliche Bedenken eingehen und über die Corona-Impfung aufklären", so Dr. Voß. 

Hinweis für die Redaktion

In einem Interview im TK-Blog #WirTechniker berichtet Dr. Hendrik Bruns, Politikanalyst bei der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission in Brüssel, unter anderem, wie man Falschinformationen zur Corona-Impfung kommunikativ begegnen kann.

Auf tk.de gibt es zudem ein Themenspezial zur Coronaimpfung.

Für die bevölkerungsrepräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der TK vom 9. bis 23. März 2021 bundesweit insgesamt 1.000 Personen ab 18 Jahre befragt.