Schwerin, 21. Januar 2022. Die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld ist mit 38.502 Anträgen im Jahr 2021 in Mecklenburg-Vorpommern deutlich angestiegen. Etwa ein Sechstel der Anträge (6.725) war dabei pandemiebedingt. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Bundesweit lag der Anteil an Corona-Kinderkrankengeld-Anträgen bei 37 Prozent.

Die Zahl der regulären Kinderkrankengeld-Anträge belief sich bei Versicherten der TK in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2021 auf 31.777. Damit stieg die Zahl der Anträge nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2020 (21.337 Anträge) wieder an. Vor der Pandemie, im Jahr 2019, hatte die Kasse im Bundesland 30.658 Anträge gezählt.

"Die meisten Corona-Kinderkrankengeld-Anträge im Land wurden im ersten Halbjahr 2021 gestellt. Im zweiten Halbjahr ging die Zahl der pandemiebedingten Anträge zurück und es wurde stärker das reguläre Kinderkrankengeld beantragt. Das deckt sich mit Berichten aus den Kinderarztpraxen über vermehrte Virusinfekte in den Sommermonaten 2021", sagt Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern.

Eltern können das Corona-Kinderkrankengeld in Anspruch nehmen, um ihre Kinder zu betreuen, wenn Schulen oder Kitas pandemiebedingt geschlossen sind. Auch das Aufheben der Präsenzpflicht oder die Empfehlung zuständiger Behörden, Kinder nicht in Kitas, Schulen oder anderen Einrichtungen betreuen zu lassen, sind mögliche Gründe. 

Hinweis für die Redaktion

Mehr Informationen zum Kinderkrankengeld gibt es auf der Website der TK. In Mecklenburg-Vorpommern hat die TK rund 199.000 Versicherte.