Schwerin, 3. Mai 2021. Im ersten Quartal 2021 gingen bei der Techniker Krankenkasse (TK) in Mecklenburg-Vorpommern, entgegen dem Bundestrend, 35 Prozent weniger Anträge auf Kinderkrankengeld ein. Auch das neue pandemiebedingte Kinderkrankengeld wurde in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu den anderen Bundesländern am wenigsten beantragt.

Bundesweit stärkster Rückgang in MV

Im vergangenen Jahr gingen in den ersten drei Monaten bei der TK in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 9.000 Anträge auf das reguläre krankheitsbedingte Kinderkrankengeld ein. In diesem Jahr waren es knapp 6.000, inklusive des pandemiebedingten Kinderkrankengeldes. Während die Anzahl bundesweit um 27 Prozent gestiegen ist (2020: 168.000; 2021: 213.000), gab es in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern (- 35 Prozent), Sachsen-Anhalt (- 25 Prozent), Thüringen (- 20 Prozent), Brandenburg (- 18 Prozent) und Sachsen (- elf Prozent) Rückgänge. Die größten Steigerungen gab es in Nordrhein-Westfalen (85 Prozent) und Hamburg (83 Prozent).

Pandemiebedingtes Kinderkrankengeld vergleichsweise wenig genutzt

In Mecklenburg-Vorpommern waren im ersten Quartal dieses Jahres rund 1.700 der knapp 6.000 der Kinderkrankengeld-Anträge pandemiebedingt. Dies entspricht 28 Prozent und ist bundesweit der niedrigste Wert. Im Schnitt bezogen sich bundesweit 63 Prozent (rund 133.400 von 212.900) der Anträge auf die Betreuung von Kindern aufgrund von Kita- und Schulschließungen. Die höchsten Anteile waren in Hamburg (71 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (68 Prozent) zu verzeichnen. Beide Leistungen sind, sozialversicherungsrechtlich getrennt zu betrachten. Die Ausprägungen zeigen dennoch große regionale Unterschiede.

Hinweis für die Redaktion

Mehr Informationen zum Kinderkrankengeld. Die TK hat in Mecklenburg-Vorpommern 197.000 Versicherte.