Bremen, 24. September 2021. Die Entwicklung der Coronapandemie spiegelt sich auch in der Nachfrage von Kinderkrankengeld wider. Gingen im Februar dieses Jahres noch 580 Anträge von - bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten - Bremerinnen und Bremern auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld ein, waren es im Juni nur noch 23. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2021 bei der TK im Land Bremen mehr als 1.200 Anträge wegen Schul- oder Kitaschließungen aufgrund der Pandemie gestellt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung.

Gegenläufig war die Entwicklung beim regulären Kinderkrankengeld: Nach einem Tiefstand von 130 Anträgen im Februar erreichte hier die Zahl der Anträge mit 181 im Juni ihren Höhepunkt. Im gesamten ersten Halbjahr wurden beim regulären Kinderkrankengeld über 820 Anträge verzeichnet.

"Das ist auffällig", so Inga Heinrich, Sprecherin der TK-Landesvertretung. "In der Regel korrelierten die Zahlen mit der klassischen Erkältungssaison und sind im Sommer relativ niedrig. Die Beobachtung deckt sich allerdings mit Berichten aus Kitas und Kinderarztpraxen, die einen Nachholeffekt bei den Virusinfekten vermuten." 

Die Dauer der Betreuung durch die Eltern verkürzte sich - von durchschnittlich 2,4 Tagen im Januar auf 1,8 Tage im Juni.

Hinweis für die Redaktion

Das Corona-bedingte Kinderkrankengeld gibt es seit dem 1.01.2021. Mehr Informationen zum Kinderkrankengeld