Saarbrücken, 28. Januar 2022. Im Saarland ist die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) mit und verweist auf eine aktuelle Auswertung. Knapp 5.200 Anträge registrierte sie im vergangenen Jahr an der Saar. Das ist im Vergleich zu den rund 2.500 im Jahr 2020 mehr als eine Verdopplung. 2019 gingen 3.400 Anträge bei der TK ein.

"Während der Pandemie waren Bildungseinrichtungen immer wieder geschlossen. Damit Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen konnten, wurde 2021 ein pandemiebedingtes Kinderkrankengeld eingeführt", erklärt Stefan Groh, Leiter der TK-Landesvertretung Saarland und ergänzt: "Im Zuge dessen wurde der Anspruch pro Kind und Jahr zusätzlich von zehn auf 30 Tage erhöht. Diese Kombination erklärt vermutlich den deutlichen Anstieg."

Ein Viertel der Anträge pandemiebedingt

Gut ein Viertel aller Anträge (1.412) entfielen im vergangenen Jahr auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld. Damit liegt das Saarland (27 Prozent) deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 37 Prozent. Insbesondere im Februar (451 Anträge) waren an der Saar hohe Antragszahlen zu beobachten. Im zweiten Halbjahr nahmen diese stark ab, dafür wurden deutlich mehr Anträge auf das reguläre Kinderkrankengeld gestellt. Das deckt sich mit den Berichten aus den Kinderarztpraxen, die im Sommer vermehrt Virusinfekte bei Kindern beobachtet haben.