Maria Mayer hat ihre Masterarbeit zum Thema "„Diversity Management im Krankenhaus - Status quo des Cultural-Diversity-Managements in deutschen Kliniken" geschrieben. Ihre Arbeit verdeutlicht überzeugend, dass Cultural-Diversity-Management eine prioritäre Aufgabe der Führungskräfte darstellt, die ein Umdenken durch proaktives Diversity-Management unter Mitwirkung der Geschäftsführung, des Personalmanagements und der Unternehmensentwicklung erfordert. Kritisch reflektiert sie, dass bisher noch kein einheitliches Verständnis von Cultural-Diversity-Management existiert, dass nur wenige Studien zum Erfolg und zur Wirksamkeit durchgeführt worden sind und nur wenige Messinstrumente vorliegen, um den Erfolg überprüfen zu können, heißt es in der Begründung der Jury.

Urkunde und Prämie von TK

Karin Kamphus widmete ihre Masterarbeit dem Thema "Erfolgsfaktoren der Implementierung digitaler Technologien in die stationäre Gesundheits- und Krankenpflege“. In ihrem Fazit plädiert Frau Kamphus dafür, dass bei der Einführung und Etablierung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien eine Nutzerorientierung und Einbindung der Pflegenden als größte Berufsgruppe im Krankenhaus nach dem Bottom-Up-Prinzip umgesetzt werden sollte. Die Beteiligung der Pflegenden könnte dabei auch bereits in der Ausbildung erfolgen. Für die Jury überzeugt die Masterarbeit mit fundierten Kenntnissen zum aktuellen Entwicklungsstand und zu den Erfolgsbedingungen für eine gelingende Akzeptanz digitaler Gesundheitstechnologien. 

Sonia Esser befasste sich mit einem kontroversen Präventionsthema: „Zuckersteuer - Wirksame Prävention von Adipositas oder gesellschaftliche Grenzüberschreitung?" Esser hebt dabei auf die Vor- und Nachteile der staatlichen Intervention als Lenkungsinstrument ab. Insgesamt, dass macht die Autorin in ihrem Fazit deutlich, fehlen für Deutschland evidente Daten, die nur durch eine Langzeitstudie ermittelt werden könnten.

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Ulrich Adler, Leiter regionales Vertragswesen der TK-Landesvertretung NRW, übergab den beiden Absolventinnen Maria Mayer (links) und Karin Kamphus (rechts) im Rahmen einer Feierstunde Anfang Mai in Bielefeld ihre Urkunde und einen Blumengruß. Gemeinsam mit Sonia Esser (konnte an der Verleihung nicht teilnehmen) teilen sie sich die Geldprämie von 1.000 Euro.

Zukunftfestes Gesundheitswesen

Die TK zeichnet bereits seit 2011 jährlich die besten Abschlussarbeit des Fernstudiengangs "Master of Health Administration" in Bielefeld aus. Mit ihrem langjährigen Engagement will die TK dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine zusätzliche Motivation geben, sich mit den Herausforderungen an ein zukunftsfestes Gesundheitswesen zu beschäftigen. Umfangreiche Forschungsprojekte, die über einen längeren Zeitraum angelegt sind, oder auch die Arbeit an grundsätzlichen Fragestellungen sollen so unterstützt werden. Hinzu kommt: Über alle Sektoren des deutschen Gesundheitswesens hinweg ist der Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften hoch.