Rund 14.000 Menschen sorgen bei der Techniker Krankenkasse jeden Tag dafür, dass unsere mehr als zehn Millionen Versicherten 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche optimal versorgt sind. Oder, dass die Computer und Telefone aller Kollegen ständig funktionieren. Dass Dokumente digital und sicher von Standort A nach Standort B kommen - selbstverständlich. Die Bandbreite der Aufgaben ist riesig.

Eines ist jedoch schnell klar geworden: Die globale Corona-Pandemie hat übergreifend enormen Einfluss auf die tägliche Arbeit. Gut: In vielen TK-Büros können empfohlene Abstände zum Nachbarn ohne bauliche Maßnahmen eingehalten werden. Handhygiene fällt durch gute Vorbereitung leicht. Einige Kollegen arbeiten auch mobil - in der Zwischenzeit sind Lösungen für mobiles Arbeiten wie bei vielen anderen Arbeitgebern gang und gäbe.

Das gemeinsame Ziel: Auch während der Pandemie sind wir Gesundheitspartner unserer Versicherten. Unsere Experten in den Servicezentren und vor Ort haben dabei immer ein offenes Ohr für die kleinen und großen Anliegen und sind echte Allroundtalente in den Fragen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Doch in einer besonderen Situation befinden sich die Mitarbeiter in den bundesweit 200 TK-Kundenberatungen. Sie sind direkt im Kontakt mit unseren Versicherten und durch die hohe Besucherfrequenz einem besonderen Risiko ausgesetzt. Im Gegensatz zu anderen Versorgerkassen waren unsere Kundenberatungen während der gesamten Zeit geöffnet, zwischenzeitlich allerdings nur mit einem vorab vereinbarten Termin für Besucher zugänglich. Nun herrscht in der Erfurter Schlösserstraße wieder regulärer Versichertenverkehr. Die TK-Kundenberaterin Jenny Haberkorn spricht im Interview über ihre Erfahrungen.

TK: Frau Haberkorn, zunächst Ihnen und den Kolleginnen vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen! Gleich aus Interesse: Wie häufig sind Sie denn "Seelentröster" für unsere Versicherten?

Jenny Haberkorn: Es kommt schon häufig am Tag vor, dass der ein oder andere Versicherte sein Herz bei uns ausschüttet. Da ist es egal, ob es krankheitsbedingte Probleme sind oder er einfach nur mal erzählen möchte. Dieser Kontakt scheint den Menschen wichtig zu sein.

Jenny Haber­korn

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Kundenberaterin bei der TK in Erfurt

TK: In der Hauptsache sind Sie allerdings Expertin für alle Fragen um die TK. Haben sich denn die Beratungsthemen durch das Coronavirus geändert?

Haberkorn: In der persönlichen Beratung bei uns in Erfurt haben sich die häufigen Fragen nicht geändert. Auch während der Corona-Pandemie unterstützen wir die Versicherten beispielsweise bei der Beantragung von Zuzahlungsbefreiungen oder bei einem Antrag auf Krankengeld. Man spricht in der Beratung auch über die Pandemie, und jeder wünscht einem "viel Gesundheit" - das war vorher nicht so auffällig. Es kamen aber kaum Fragen zum Virus. Die Leute waren über Corona gut informiert. Wir haben tolle Versicherte - sie sind sehr freundlich und zeigen Verständnis in dieser Situation.

TK: Während der gesamten Krise sind Sie ununterbrochen für unsere Versicherten da gewesen. Kurzzeitig war für die Beratung jedoch eine Terminvereinbarung nötig. Wie haben Sie das erlebt?

Haberkorn: Der Großteil der Versicherten hatte Verständnis für die Maßnahmen und war sehr dankbar, dass wir trotzdem helfen konnten.

TK: Und wie hat sich Ihr Arbeitsalltag damit verändert?

Haberkorn: Völlig! Wir haben natürlich schon vorher viel telefoniert, aber nun war das in großen Teilen unsere Tagesaufgabe. Unsere Versicherten waren sehr froh, dass wir uns in dieser Zeit nach ihnen und ihrer Familie erkundigt haben. Einige Kollegen haben auch andere Abteilungen fachlich unterstützt, beispielsweise Anträge auf Beitragsstundung bearbeitet.

TK: Als Arbeitgeber hat die Techniker Krankenkasse ja bereits frühzeitig reagiert. Wie erleben Sie als Mitarbeiterin die TK momentan?

Haberkorn: Wir wurden sehr gut über das weitere Vorgehen während der Pandemie aufgeklärt, und es wurden individuelle Lösungen für jeden einzelnen Mitarbeiter gefunden. Ich konnte beispielsweise unbürokratisch Guthaben aus dem Lebensarbeitszeitkonto nutzen. Und nun ist es gut, dass wir endlich wieder regulär geöffnet haben. Für unsere Versicherten sind wir immer da - das ist ein schönes Gefühl.

Zur Person

Die gebürtige Mühlhäuserin ist seit zehn Jahren bei der Techniker Krankenkasse. Nach ihrer Ausbildung und einem Abstecher in eine Dienststelle nach Schleswig-Holstein berät Frau Haberkorn TK-Versicherte täglich zusammen mit vier Kolleginnen in der Kundenberatung Erfurt.