Der Koalitionsvertrag will die ungleiche Verteilung der Ärzte abbauen. Demnach sind regionale Zuschläge für Ärzte in den unterversorgten ländlichen Gebieten, ebenso wie eine bessere Vergütung der hausärztlichen Versorgung und der so genannten "sprechenden Medizin" wichtig. Zur konkreten Umsetzung dessen hat die TK einen Vorschlag entwickelt:

Anreize durch regionale Zuschläge

Die TK sieht Vergütungsanreize vor, um die Niederlassung von Ärzten in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Bereichen zu fördern. Dazu sollen vertragsärztliche Leistungen in den betroffenen Gebieten wieder als Einzelleistungen nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) ohne Mengenbegrenzung mit dem regionalen Punktwert vergütet werden. Eine Förderung in den entsprechenden Regionen sollte mit äquivalenten Abschlägen in überversorgten Regionen gekoppelt sein. In Regionen mit einer Unterversorgung ließe sich mit einer solchen, auf etwa zehn Jahre befristeten Ausnahmeregelung ein starker Anreiz für die Niederlassung oder den Verbleib setzen.

Stärkung der sprechenden Medizin

Für eine bessere Patientenversorgung sollte außerdem das Gespräch zwischen Arzt und Patient besser gefördert werden. Wenn Arzt und Patient gemeinsam über die medizinische Behandlung entscheiden, verbessert das die Therapietreue, den Behandlungserfolg und die Patientenzufriedenheit. Aufgrund des erheblichen Zeitdrucks ist es vielen Medizinern nicht möglich, ihre Patienten ausreichend in ärztliche Entscheidungen einzubinden. Daher fordert die TK, dass das Praxispersonal zukünftig mehr Aufgaben übernimmt, den Arzt dadurch entlastet und ihm somit mehr Zeit mit seinen Patienten verschafft. Zudem begrüßt sie den im Koalitionsvertrag enthaltenen Ansatz, bei der sprechenden Medizin auch koordinierende Leistungen mit zu berücksichtigen, beispielsweise die Weitervermittlung zu einem Facharzt.

Die TK-Position können Sie sich hier herunterladen:

TK-Position Arztversorgung und sprechende Medizin

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Ansprechpartnerin Politik

Antje Kapinsky
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Antje Kapinsky Fachleitung Gesundheitspolitik

Ansprechpartner Presse

Michael Ihly
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