Stuttgart, 30. Juli 2020. Die Corona-Pandemie verändert den Alltag vieler Menschen in Baden-Württemberg - in mancher Hinsicht auch zum Besseren. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass sich immerhin jeder Fünfte hierzulande seit Beginn der Einschränkungen mehr bewegt als vorher. Damit ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland, in dem der Anteil der Aktiveren größer ist als der Anteil Befragter, die das Virus eher ausgebremst hat (18 Prozent). Im Bundesschnitt gaben nur 13 Prozent der Befragten an, dass sie mehr Sport treiben, 26 Prozent bewegen sich weniger.

Deutlich mehr Spaziergänger

Deutlich erhöht hat sich auch der Anteil der Spaziergänger im Ländle: 52 Prozent erkunden nun häufiger die nähere und weitere Umgebung, bundesweit tun das nur 44 Prozent der Befragten. Intensivere Bewegung an der frischen Luft - in Laufschuhen oder mit dem Fahrrad - steht bei 31 Prozent der Baden-Württemberger hoch im Kurs. Ebenso viele bestätigten, sich in den eigenen vier Wänden häufiger als früher sportlich zu betätigen, etwa mit Gymnastik oder Krafttraining. Bundesweit macht das nur jeder Fünfte.

Online-Fitnessprogramme sind gefragt

Anregungen für das Training zuhause liefern auch Online-Fitnessprogramme. Der TK-GesundheitsCoach wird derzeit von der Uniklinik Freiburg und dem Institut für Sport- und Sportwissenschaften der Albrecht-Ludwigs-Universität evaluiert und ist deshalb auch für Nichtversicherte kostenlos nutzbar. Projektleiter Prof. Dr. Erik Farin-Glattauer: "Ziel des Vorhabens ist es, die Wirksamkeit des Programms auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau zu untersuchen und den Aufbau zu überarbeiten, wenn nötig." Interessierte in Südbaden, die ihre Fitness steigern möchten, haben zusätzlich die Möglichkeit, ihre Studienteilnahme durch kostenlose Untersuchungen an der Universität Freiburg zu vertiefen. 

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Informationen für die Presse

Für die Umfrage „Corona 2020“ im Auftrag der der Techniker Krankenkasse befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 13. - 26. Mai 2020 1.000 Personen zur Corona-Zeit. Die Befragten repräsentieren einen Querschnitt der volljährigen Bevölkerung in Deutschland.