Stuttgart, 26. April 2021. Coronabedingtes Kinderkrankengeld wird in Baden-Württemberg nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) häufiger beantragt als das klassische krankheitsbedingte Kinderkrankengeld. Im ersten Quartal gingen bei der TK im Land 9.523 Anträge auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld ein, bundesweit waren es 133.386. Damit übertrifft die Zahl der Anträge für das coronabedingte Kinderkrankengeld in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Zahl der regulären Kinderkrankengeldanträge im Ländle um mehr als 50 Prozent.

Kind muss nicht krank sein

"Seit Anfang des Jahres gibt es das pandemiebedingte Kinderkrankengeld, um Berufstätige zu entlasten, wenn sie wegen geschlossener Kitas und Schulen die Kinderbetreuung übernehmen müssen", so Markus Koffner, Leiter Regionales Vertragswesen in der TK-Landesvertretung. Im Durchschnitt handele es sich pro Antrag um einen Zeitraum zwischen zwei und drei Tagen.

Corona-Regeln verhindern übliche Infekte

Auffällig ist, dass die Zahl der Anträge für das krankheitsbedingte Kinderkrankengeld 2021 deutlich unter denen von 2020 liegt (siehe angefügte Grafik). Während im ersten Quartal des vergangenen Jahres knapp 14.459 Anträge eingegangen sind, waren es dieses Jahr im gleichen Zeitraum nur 6.244. "Weniger Kontakte und die inzwischen üblichen Hygieneregeln haben dazu geführt, dass Kinder sich deutlich weniger Erkältungen oder Magen-Darm-Infekte einfangen", so Koffner.

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