Mainz, 4. Mai 2021. Viele Eltern in Rheinland-Pfalz nutzen das pandemiebedingte Kinderkrankengeld. Das zeigen aktuelle Zahlen der Techniker Krankenkasse (TK). Im ersten Quartal dieses Jahres gingen demnach 4.565 Anträge aus Rheinland-Pfalz auf das neue Kinderkrankengeld bei der TK ein. In ganz Deutschland waren es 133.386 Anträge.
 
"Das pandemiebedingte Kinderkrankengeld wurde Anfang des Jahres eingeführt, um berufstätige Eltern im Lockdown zu entlasten. Es soll Mütter und Väter unterstützen, die ihre Kinder aufgrund geschlossener Schulen oder Kitas zuhause betreuen müssen", erklärt Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen TK-Landesvertretung. Dabei erhalten Eltern für die Tage, die sie ihrer Arbeit nicht nachgehen können, 90 Prozent ihres Nettolohns.
 
Besonders stark nachgefragt war das pandemiebedingte Kinderkrankengeld im Februar. Hier lag die Zahl der Anträge in Rheinland-Pfalz bei 2.311 - und damit dreimal so hoch wie noch im Januar (729 Anträge). Der Arbeitsausfall pro Antrag lag durchschnittlich zwischen zwei und drei Tagen.
 
Deutlich weniger Eltern beantragten hingegen im ersten Quartal 2021 das reguläre Kinderkrankengeld, das ausgezahlt wird, wenn der Nachwuchs erkrankt und Eltern wegen der dann anstehenden Betreuung nicht arbeiten können. Nur 2.561 solcher Anträge aus Rheinland-Pfalz gingen bei der TK ein. Im Vergleichszeitraum 2020 lag dieser Wert noch bei 5.713. Der deutliche Rückgang ist vermutlich dadurch zu erklären, dass die Einhaltung von Hygienestandards auch die Verbreitung von Erkältungs- und anderen Infektionskrankheiten reduziert hat.