Mainz, 15. Juli 2020. Die Corona-Pandemie hat viele Menschen in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland auf eine psychische Belastungsprobe gestellt. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gab mehr als jeder zweite Befragte an, sich durch die aktuelle Corona-Situation gestresst zu fühlen. Hierbei empfand die Mehrheit der Interviewten an Rhein, Main und Saar die sozialen Kontakteinschränkungen als größte Belastung. Wie die TK-Landesvertretung in Mainz bestätigt, vermissten 79 Prozent der Befragten vor allem persönliche Treffen mit Verwandten und Freunden. Die Angst, dass Angehörige oder Freunde an Corona erkranken könnten, wurde als zweithäufigste Sorge genannt (62 Prozent). 

Jeder Zweite fürchtet einem wirtschaftlichen Zusammenbruch

Mehr als jeder Zweite in diesen drei Bundesländern (56 Prozent) ist belastet durch die Frage, ob die Pandemie in Deutschland zu einem wirtschaftlichen Zusammenbruch führen könnte. Für 45 Prozent stellten Kita- und Schulschließungen eine große Herausforderung dar. Auffällig ist, dass die Angst, sich selbst mit dem Corona-Virus zu infizieren, eine vergleichsweise nachgeordnete Rolle für die Befragten in Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland spielt (28 Prozent). 

Digitale Medien mildern Kontakteinschränkungen

"Was die Bewältigungsstrategien anbetrifft, zeigt diese Umfrage deutlich, dass die Menschen während der Corona-Pandemie auf digitale Medien gesetzt haben, um das Social Distancing zu überbrücken", sagt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung. Tatsächlich gaben vier von zehn Befragten in Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland an, beruflich nun häufiger per Videochat in Kontakt zu treten. Privat nutzte, gemäß der Forsa-Umfrage, knapp ein Drittel nun öfter die Möglichkeit, sich via Videochat auszutauschen als vor Beginn der Pandemie.

Spazierengehen liegt wieder im Trend

Nahezu die Hälfte der Menschen (48 Prozent) nutzte die Zeit, um Wohnung, Garten und Balkon auf Vordermann zu bringen oder aufgeschobene Dinge zu erledigen, wie etwa den Keller aufzuräumen (46 Prozent). Zu den Tätigkeiten, die während der Pandemie wieder verstärkt "im Trend" liegen, gehört offenbar auch das Spazierengehen (43 Prozent). Lediglich 18 Prozent der Rheinland-Pfälzer, Hessen und Saarländer nutzten die Zeit für Videospiele oder Social-Media-Aktivitäten.

Hinweis für die Redaktion

Die Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse wurde vom  Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 13. bis 26. Mai 2020 durchgeführt. Die angegebenen Zahlen beziehen sich auf die angegebenen Zahlen Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland.