... der ärztliche Bereitschaftsdient?

Die Kassenärztliche Vereinigung ist gesetzlich verpflichtet, die ärztliche Versorgung auch außerhalb der normalen Praxisöffnungszeiten sicherzustellen. Bei den Ärzten, die für diesen Bereitschafts- oder Notdienst eingeteilt sind, handelt es sich also im Grunde um Vertreter der niedergelassenen Ärzte, die die Patienten abends, nachts oder am Wochenende aufsuchen können. Grundsätzlich sind alle Vertragsärzte verpflichtet, sich am ärztlichen Bereitschaftsdienst zu beteiligen - nicht nur Hausärzte, sondern auch Fachärzte. Der ärztliche Notdienst kümmert sich um akute Erkrankungen, deren Behandlung nicht bis zum nächsten Werktag warten kann, aber auch nicht so ernst sind, dass eine Aufnahme ins Krankenhaus notwendig wäre. An den Bereitschaftsdienst können sich zum Beispiel Patienten wenden, die unter plötzlich auftretenden Bauch-, Kopf-, Ohrenschmerzen oder starker Übelkeit leiden. Bundesweit ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der allgemeinen Telefonnummer 116117 zu erreichen.

... eine Ambulanz bzw. eine Hochschulambulanz?

Universitätskliniken bieten fachspezifische Ambulanzen (sogenannte Hochschulambulanzen) an, in denen die Patienten ambulant versorgt werden - wie zum Beispiel eine Ambulanz für Augenheilkunde oder eine Ambulanz für Hals-, Nasen- und Ohrenkunde. In der Regel erfolgt die Versorgung der Patienten nach Terminvereinbarung und nach Überweisung des Haus- oder Facharztes. In den Hochschulambulanzen werden Patienten versorgt, die entweder nach ambulant-fachärztlicher Vorbehandlung eine weitergehende Diagnostik oder Therapie mit speziellem medizinischem Know-how benötigen oder deren Versorgungsbedarf so komplex ist, dass dieser im Bereich der niedergelassenen Ärzte nur mit großem Aufwand erbracht werden kann. Diese komplexen und aufwändigen Fälle sind für die universitäre Aus- und Weiterbildung sowie für die Forschung wichtig.

Hochschulambulanzen sind meist 24 Stunden rund um die Uhr besetzt, dennoch sind die Mitarbeiter eigentlich nur in Ausnahmefällen für die Versorgung ambulanter Notfälle zuständig. In den vergangenen Jahren ist trotzdem zunehmend zu beobachten, dass auch viele Patienten mit Bagatell-Beschwerden die eigentlich nur auf hochkomplexe Behandlungen ausgerichteten Ambulanzen aufsuchen.

... eine Notaufnahme bzw. eine Notfallambulanz?

Eine Notaufnahme bzw. Notfallambulanz ist die Krankenhaus-Abteilung, in der sich die Mitarbeiter der Erstversorgung von akuten Verletzungen und Erkrankungen widmen. Hier werden beispielsweise Schwerverletzte behandelt, die im Straßenverkehr verunglückt sind, oder Menschen, die einen akuten Herzinfarkt erlitten haben. Die Patienten werden oftmals im Krankenwagen oder sogar mit dem Rettungshubschrauber eingeliefert. In der Notaufnahme werden sie soweit stabilisiert, dass sie anschließend in anderen Abteilungen, wie etwa der Chirurgie, weiterbehandelt werden können. Eigentlich sollten hier keine gewöhnlichen ambulanten Behandlungen stattfinden. In der Realität sieht es jedoch so aus, dass auch viele Patienten mit Bagatell-Beschwerden die Notaufnahmen bzw. Notfallambulanzen aufsuchen. Die Ärzte dort entscheiden, ob die Patienten nach einer ambulanten Erstbehandlung wieder nach Hause gehen können oder ob sie doch stationär aufgenommen werden müssen.