Hamburg, 13. Februar 2020. Die Fehlzeiten in Hamburg sind leicht rückläufig. Durchschnittlich 15,2 Tage waren bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherte Erwerbspersonen in Hamburg im vergangenen Jahr krankgeschrieben (2018: 15,3 Tage). Auch der Krankenstand lag mit 4,17 Prozent leicht unter dem Wert des Vorjahres (2018: 4,20 Prozent). Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg, sagt: "Die Erkältungswellen Ende Februar und vor Weihnachten sorgen regelmäßig für einen Anstieg der Fehlzeiten. Im vergangenen Jahr sind diese schwächer ausgefallen. Das kann eine Erklärung für den leichten Rückgang der Fehlzeiten für das Gesamtjahr 2019 sein."

Psychische Erkrankungen weiter auf Platz Eins

Auffällig bleiben in der Hansestadt die hohen Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen. 2019 entfielen pro Kopf 3,5 Krankheitstage auf eine entsprechende Diagnose. Damit liegt Hamburg deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 2,9 Tagen. Auf Platz zwei folgen in der Hansestadt Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (zum Beispiel Rückenbeschwerden) mit 2,4 Tagen pro Kopf und auf Platz drei Krankheiten des Atmungssystems mit 2,3 Tagen pro Kopf.

Für die Behandlung von bestimmten Angststörungen bietet die TK als erste Krankenkasse seit Beginn des Jahres 2020 eine digitale Therapie in den eigenen vier Wänden an. Die Therapie mit dem Namen "Invirto" wurde vom Hamburger Start-up Sympatient entwickelt und ermöglicht mit Virtual Reality (VR) und einer App erstmalig eine leitliniengerechte Fernbehandlung von Angststörungen. Dabei können die Teilnehmer innerhalb von vier Wochen eine App-gestützte Therapie mit zahlreichen Schulungsvideos und digital angeleiteten Übungen absolvieren.

Puttfarcken: "Mit Invirto bieten wir den Patienten einen schnellen Zugang zu einer Therapie ohne Wartezeiten. Damit können wir das bisherige Angebot der ambulanten Psychotherapie ergänzen. Außerdem kann jeder Patient selbst entscheiden, wann, wo und wie oft er die verschiedenen Schulungsmodule und Übungen absolviert."

Hinweis für die Redaktion

Die Zahlen stammen aus den Vorabdaten des TK-Gesundheitsreports 2020. Grundlage dafür bilden die rund 5,3 Millionen bei der TK versicherten Erwerbstätigen (Berufstätige und ALG 1-Empfänger) - davon rund 240.000 in Hamburg. 

Zehn Millionen Menschen in Deutschland sind von Angststörungen betroffen. Die TK hat mit Invirto als erste Krankenkasse ein digitales Behandlungsprogramm speziell für diese Patienten entwickelt.