Bremen, 7. Oktober 2021. In der vergangenen Grippesaison haben sich im Land Bremen deutlich mehr Menschen gegen Influenza impfen lassen als die Jahre zuvor. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach haben sich an der Weser von September 2020 bis Ende März 2021 fast 18 Prozent der TK-Versicherten impfen lassen. In den Grippe-Saisons 2019/2020 und 2018/2019 waren es rund zwölf Prozent.

Fast 50 Prozent bei den über 60 jährigen

Ein Anstieg war dabei über alle Altersgruppen hinweg zu beobachten. Bei den Bremerinnen und Bremern über 60 Jahren, für die eine Influenza-Impfung ausdrücklich empfohlen wird, ließ sich fast jede beziehungsweise jeder Zweite impfen. Die Impfquote stieg im Vergleich zur Vorsaison um mehr als 10 Prozentpunkte auf 45,8 Prozent.

Schutz für sich und andere

"Wie stark die Grippewelle in diesem Jahr wird, wissen wir noch nicht. Insbesondere Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko sollten sich daher gegen Influenza immunisieren lassen", rät Inga Heinrich, Sprecherin der TK-Landesvertretung Bremen. "Mit einer Grippeschutzimpfung schützt man aber nicht nur sich selbst, sondern auch andere", betont Heinrich.

Hinweis für die Redaktion

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Personen mit gesundheitlicher Gefährdung, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal. Um rechtzeitig geschützt zu sein, empfiehlt die STIKO, sich ab Oktober bis Mitte Dezember impfen zu lassen. Laut EU-Ziel sollten sich mindestens 75 Prozent der älteren Menschen gegen Influenza impfen lassen.