Kiel, 6. August 2020. Seit heute ist es auch in Schleswig-Holstein wieder sommerlich heiß. Mit dem Sonnenbaden steigt auch die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Doch nur jeder fünfte Schleswig-Holsteiner nutzt das gesetzliche Hautkrebsscreening. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der TK. "Je früher die Krebserkrankung entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen", betont Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein. Deshalb sei das Hautkrebsscreening auch so wichtig.

Mit 270.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Hautkrebs die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. In Schleswig-Holstein erkranken laut Krebsregister 7400 Menschen jedes Jahr an dem gefährlichen, schwarzen Hautkrebs. Einen gesetzlichen Anspruch auf eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung gibt es ab einem Alter von 35 Jahren. TK-Versicherte können aber auch schon in jungen Jahren sich auf Hautkrebs untersuchen lassen: "Bei uns gibt es keine Altersbeschränkung. Hier kann jeder die Früherkennung alle zwei Jahre in Anspruch nehmen", so Schmidt-Bodenstein. 

Digitale Erinnerung der Vorsorgeuntersuchung

Damit Versicherte den Termin zur Vorsorgeuntersuchung nicht vergessen, gibt es bereits jetzt die Möglichkeit, sich digital erinnern zu lassen. Wer die elektronische Gesundheitsakte "TK Safe" nutzt, kann in der App einsehen, wann das nächste Screening wieder fällig ist. Schmidt-Bodenstein: "Das ist eine wichtige Funktion der Gesundheitsakte und ein weiterer Schritt in Richtung Selbstmanagement der eigenen Gesundheitsdaten."

Die Haut vergisst nie    

UV-Strahlung gilt als der wichtigste Risikofaktor für Hautkrebs. Die Ursache für die Erkrankung liegt häufig schon Jahrzehnte zurück. Trotz allen erblichen Veranlagungen ist Hautkrebs vor allem eine verhaltensbedingte Erkrankung. Die Vermeidung übermäßiger UV-Strahlung sowie effektiver Schutz durch Kleidung und Sonnencremes können das Risiko deutlich verringern. Besonders Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen die Wahrscheinlichkeit als Erwachsener an Hautkrebs zu erkranken erheblich. Weil die Hautentwicklung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist, reagieren kindliche Hautzellen wesentlich empfindlicher auf das schädigende UV-Licht der Sonne als Erwachsenenhaut.