Magdeburg, 29. Mai 2020. Die Fälle von Keuchhusten sind im vergangenen Jahr zurückgegangen. Bundesweit entfielen 2019 auf 100.000 Einwohner durchschnittlich 21 entsprechende Erkrankungen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) unter Berufung auf Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mitteilte, waren es 2018 noch 24.

Im Ländervergleich wird deutlich, dass die meldepflichtige Infektionskrankheit im Osten Deutschlands häufiger registriert wird. Unter den fünf Bundesländern mit den meisten Keuchhustenfällen waren 2019 - ebenso wie im Jahr zuvor - gleich vier östliche vertreten. In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen kamen jeweils 29 Erkrankungen auf 100.000 Einwohner. Sachsen-Anhalt lag mit 28 Fällen nur knapp darunter. Bundesweit an der Spitze fand sich mit 36 Fällen je 100.000 Einwohner Bayern. Damit war die Quote dort zugleich dreimal so hoch wie in Niedersachsen, dem Bundesland mit der geringsten Erkrankungszahl.

Keuchhusten kann gerade für Neugeborene im Falle einer Ansteckung einen gefährlichen Verlauf nehmen. Den besten Schutz für Säuglinge bietet nach neuen Erkenntnissen eine Impfung der Frauen zu Beginn des letzten Schwangerschaftsdrittels. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI hat daher ihre Empfehlungen für einen entsprechenden Impfschutz aktualisiert. "Der Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie liegt jetzt dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vor. Es ist davon auszugehen, dass dieses den Empfehlungen der STIKO folgt und die Impfung Teil des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen wird. Damit können Versicherte die Impfleistung kostenfrei in Anspruch nehmen und müssen lediglich die Gesundheitskarte vorlegen", so Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt.

Wie die TK weiter informiert, sollten sich auf Anraten der STIKO neben der Schwangeren insbesondere Familienmitglieder und Personen aus dem engen Bekanntenkreis impfen lassen, welche mit dem Baby in Kontakt kommen.

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