Kiel, 21. Januar 2022. In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld im Jahr 2021 stark gestiegen, wie eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt. Insgesamt gingen 37.499 Anträge bei der Kasse ein. Das entspricht einem Anstieg von 85 Prozent zum Vorjahr (von 20.243 in 2020 auf 37.499 in 2021) und einem Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 (von 28.945 in 2019 auf 37.499 in 2021). 

Fast jeder vierte Antrag entfällt auf das neue Corona-Kinderkrankengeld

Einen Grund für den starken Anstieg sieht die TK im neu geschaffenen Corona-Kinderkrankengeld und darin, dass der Kinderkrankengeld-Anspruch auf 30 Tage pro Kind angehoben wurde. "Fast jeder vierte Antrag (8.742 Anträge) entfiel 2021 auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld, der Großteil davon wurde im ersten Quartal gestellt", so Sören Schmidt-Bodenstein, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. Das neue Corona-Kinderkrankengeld soll Eltern entlasten und ihnen helfen, bei pandemiebedingten Schul- und Kita-Schließungen die Betreuung ihrer Kinder zu Hause sicherzustellen.

Untypisch: Hohe Antragszahlen im Sommer und Herbst

In den Monaten August bis November 2021 gingen bei der TK im Norden über 15.500 Anträge auf reguläres Kinderkrankengeld ein, mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum 2020. "Das ist für die Jahreszeit eher untypisch, erklärt sich aber mit Berichten aus den Kinderarztpraxen über vermehrte Virusinfekte in dieser Zeit, die nicht mit einer Corona-Infektion in Verbindung standen", so Schmidt-Bodenstein.   

Hinweis für die Redaktion

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