Mainz, 26. Januar 2022. Die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld in Rheinland-Pfalz hat im letzten Jahr massiv zugenommen. Das geht aus Auswertungen der Techniker Krankenkasse Rheinland-Pfalz (TK) hervor. Demnach wurden bei der TK in Rheinland-Pfalz 26.864 Anträge gestellt, davon gut ein Drittel aufgrund der Pandemie (9.799). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine kräftige Steigerung von 128 Prozent, da im Jahr 2020 nur 11.806-mal Kinderkrankgeld beantragt wurde. Vergleicht man 2021 mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 (16.298 Anträge), liegt der Anstieg bei 64 Prozent, ohne die Anträge auf Corona-Kinderkrankengeld jedoch nur bei 4,7 Prozent.

"Wir sehen hier einen starken Corona-Effekt, weil aufgrund der Pandemie das Corona-Kinderkrankengeld neu hinzukam, damit die Betreuung der Kinder bei Kita- oder Schulschließungen durch die Eltern abgedeckt werden konnte", erklärt Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz. "Zudem wurde der Kinderkrankengeld-Anspruch im vergangenen Jahr wegen der Pandemie auf 30 Tage angehoben." Außerdem habe es im vergangenen Sommer und im Herbst eine Welle von Viruserkrankungen bei Kindern gegeben, die auch zu mehr Anträgen geführt hätten.