Dresden, 19. August 2020. In Sachsen erhält jedes vierte Kind unter 19 Jahren mit der Diagnose Kopfschmerz Arzneimittel verordnet. Mit 26 Prozent erreicht Sachsen damit nach dem Saarland (27,5 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (27,4 Prozent) den dritthöchsten Wert im Vergleich aller Bundesländer. Den geringsten Anteil verzeichnet Berlin mit 17 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der Kopfschmerzreport, den die Techniker Krankenkasse (TK) heute vorstellt.

"Stress in der Schule, Angst, zu häufige und zu lange Reizüberflutung durch digitale Medien oder auch Lebensmittelunverträglichkeiten können Kopfschmerzen auslösen. Eltern sollten deshalb die Ursachen ergründen und mit den Heranwachsenden gemeinsam Dauerstress und innere Anspannung abbauen. Ausreichender Schlaf, regelmäßige Ruhephasen abseits von Smartphones oder Computern und vor allem sportliche Aktivität an frischer Luft sind die beste Medizin gegen Kinderkopfschmerz", rät Simone Hartmann, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen. 

Die TK-Auswertung zeigt, dass Kopfschmerzen für Kinder und Jugendliche eine große Belastung darstellen. In der Altersgruppe zwischen 15 und 19 Jahren stellen Ärzte bei jedem achten Jugendlichen (12,5 Prozent) in Sachsen Kopfschmerzen fest. Von ihnen leidet sogar fast jeder Dritte unter Migräneattacken (28,8 Prozent). Bei Jüngeren bis 14 Jahren sind sachsenweit 4,3 Prozent von Kopfschmerzen betroffen.

Hinweis für die Redaktion

Der vollständige Kopfschmerzreport steht auf dem Presseportal der TK zur Verfügung (Suchnummer 2088710). Hier finden Sie auch weitere Informationen zum Report wie Infografiken und Interviews. Die Forsa-Umfrage unter 1.001 Befragten wurde im Auftrag der TK Ende Februar und Anfang März 2020 durchgeführt.