Frankfurt am Main, 31. Januar 2020. Berufstätige in Hessen waren im vergangenen Jahr pro Kopf durchschnittlich 15,3 Tage krankgeschrieben. Damit bewegen sich die Fehlzeiten etwa auf Vorjahresniveau (15,4 Tage). Einen leichten Anstieg verzeichnen die psychischen Erkrankungen sowie die Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen auch Rückenbeschwerden zählen. Jeweils 2,7 Fehltage gehen auf das Konto dieser Diagnosen. Etwas schwächere Erkältungs- und Grippewellen im vergangenen Jahr haben hingegen zu einem leichten Rückgang der Fehltage wegen Atemwegserkrankungen (2,6 Tage) geführt. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) in Hessen hin und bezieht sich auf Vorab-Daten aus ihrem Gesundheitsreport 2020.

Lange Ausfallzeiten

"Gerade psychische Erkrankungen und auch Rückenschmerzen können lange Ausfallzeiten verursachen, die für die Betroffenen sehr belastend sind", sagt Dr. Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung Hessen. Umso wichtiger ist es aus Sicht der TK in Hessen, gerade denjenigen Krankheiten vorzubeugen, die lange Ausfallzeiten zur Folge haben. Sofern die Erkrankungen auf Bewegungsmangel zurückgehen oder durch Stress verursacht werden, können Unternehmen mit Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements viel dazu beitragen, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu erhalten. "Unsere beschleunigte und dicht getaktete Arbeitswelt setzt Rahmenbedingungen, an die sich die Mitarbeiter ständig neu anpassen müssen. Das hat Auswirkungen auf die Gesundheit jedes einzelnen und bedeutet eine große Herausforderung sowohl für Mitarbeiter als auch für Führungskräfte", so Voß. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt die TK Betriebe, die angesichts älter werdender Belegschaften und längerer Lebensarbeitszeiten die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern wollen.

Digitaler GesundheitsCoach

Beispielsweise bietet die TK einen digitalen GesundheitsCoach an. Mitarbeiter können das interaktive Coaching-Angebot nutzen und sich zu individuellen Gesundheitsthemen wie Stressbewältigung, Bewegung oder Ernährung unterstützen lassen. Zudem berät die TK Unternehmen, wie die Resilienz der Mitarbeiter, also ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen, Dauerstress und Veränderungen gestärkt und die Ressourcen der Beschäftigten altersgerecht genutzt und gefördert werden können. 

Hinweise an die Redaktionen

Für die Vorab-Auswertung des Gesundheitsreports 2020 hat die TK die Krankschreibungen der derzeit rund 5,3 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen ausgewertet, darunter 481.914 Erwerbspersonen aus Hessen. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von ALG-I.