Mainz, 12. Mai 2021. Wie eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, liegt der Krankenstand erwerbstätiger TK-Versicherter in Rheinland-Pfalz mit vier Prozent deutlich niedriger als in den Jahren zuvor. Zum Vergleich: Im ersten Quartal 2020 lag der Krankenstand bei 5,5 Prozent. 2019 lag der Krankenstand bei fünf Prozent. 

Diagnose Covid-19 spielt untergeordnete Rolle

Die TK in Rheinland-Pfalz zählte von Januar bis März 2021 900.000 Krankheitstage unter den Erwerbstätigen. Covid-19-Erkrankungen spielten hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Sie waren im ersten Quartal dieses Jahres für rund 9.200 Fehltage im Land verantwortlich. Somit fehlte im Durchschnitt jeder erwerbstätige TK-Versicherte während der ersten drei Monate im Jahr 3,6 Tage krankheitsbedingt auf der Arbeit. 

Rückgang der Fehltage bei fast allen Diagnosen

Nach Angaben der TK in Rheinland-Pfalz ist die Anzahl der Fehltage im Land bei fast allen Diagnosen rückläufig. "Gängige Maßnahmen, um sich vor einer Infektion mit Covid-19 zu schützen, wie zum Beispiel Social-Distancing, Homeoffice oder das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, schützen natürlich auch vor anderen Infektionskrankheiten, wie Erkältungs- und Grippeviren. Offenbar beeinflussen diese Regelungen das Krankheitsgeschehen wesentlich", sagt Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK).

Rückenschmerzen sind Hauptgrund für Krankschreibungen 

Wie die Daten des aktuellen TK-Gesundheitsreports weiterhin zeigen, blieben die Menschen hierzulande im vergangenen Jahr durchschnittlich 16 Tage krankheitsbedingt der Arbeit fern - fast ein Tag länger als TK-Versicherte bundesweit (15,1). Mit drei Tagen (3,04) hiervon waren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems Hauptgrund für Krankschreibungen in 2020. Dicht gefolgt von psychischen Erkrankungen als Ursache für Arbeitsunfähigkeit im Land - ebenfalls drei Tage (2,99). Erkältungskrankheiten rangieren mit 2,5 Tagen auf Platz drei im Ranking der Krankheitsursachen. 

Hinweis für die Redaktion

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 250.000 erwerbstätigen Versicherten im Land ausgewertet.  Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Der Krankenstand ist eine betriebswirtschaftliche Größe. Darunter versteht man den prozentualen Anteil der Fehltage zur Sollarbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufgrund einer Krankschreibung.