Stuttgart, 4. Februar 2021. In Relation zur Einwohnerzahl ist Baden-Württemberg das Bundesland mit den wenigsten Krebstoten. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) gab es im Südwesten im Jahr 2019 bezogen auf 100.000 Einwohner rund 236 Sterbefälle aufgrund von Krebserkrankungen. Das ist im bundesweiten Vergleich der niedrigste Wert. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 278 Todesfällen. Die unterschiedliche Altersstruktur in den einzelnen Bundesländern wurde dabei statistisch eliminiert. Die TK bezieht sich auf Angaben des Statistischen Bundesamtes. 

Wenige Raucher 

In Sachsen-Anhalt (379 Sterbefälle auf 100.000 Einwohner) und Mecklenburg-Vorpommern (359) sterben die meisten Menschen an Krebs. Die niedrige Sterberate in Baden-Württemberg liegt aus Sicht der TK in erster Linie daran, dass in Baden-Württemberg relativ wenig geraucht wird. Bei der letzten Erhebung im Jahr 2017 haben 21,3 Prozent der Baden-Württemberger gelegentlich oder regelmäßig geraucht. Nur in Bayern (20,5 Prozent), in Hessen (21,1 Prozent) und im Saarland (20,6 Prozent) wird weniger geraucht.

Baden-Württemberg gut aufgestellt

Die TK sieht Baden-Württemberg bei der Behandlung von Krebspatienten gut aufgestellt. "Die Behandlung mit Ionenstrahlen oder Medikamente, die in die Leber implantiert werden und dort Krebsgeschwüre von innen bestrahlen sind nur zwei Beispiele für Spitzenmedizin im Südwesten, die allen gesetzlich versicherten Patienten zu Gute kommt", sagte Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung Baden-Württemberg.